Volkswagen Käfer
- Bilder Volkswagen Käfer
- Links Volkswagen Käfer
- Datenblätter zum Volkswagen Käfer
- Mehr zum Volkswagen Käfer
Der Käfer
Keinem anderen Auto der Welt spielte die Weltgeschichte so seltsame Streiche, wie dem kleinen Krabbler aus Wolfsburg.
Seine Entstehung verdankt er dem wohl unpopulärsten Politiker aller Zeiten, sein Konstrukteur wechselte für sein Entstehen die Nationalität, eine Stadt wurde zu seiner Fabrikation auf dem grünen Tisch entworfen und mit dem Ende des II. Weltkrieges stand er schon vor dem Aus.
Dass es soweit dann doch nicht kam, verdankte der offiziell als Typ 60 entwickelte Traum von Mobilität einer großen Portion unverschämten Glücks:
Der erste glückliche Umstand war rein geografischer Natur, der Zufall wollte es, das Wolfsburg unter die Verwaltung des englischen Militärs kam und nicht der wirtschaftlich stark angeschlagenen UDSSR, die großen Bedarf an technischen Anlagen hatte und diese auch umgehend demontierte.
Der zweite glückliche Umstand war eine englische Regierung, die im besiegten Deutschland eine prosperierende Wirtschaft als Bollwerk gegen die aufkeimende kommunistische Bedrohung etablieren wollte, weswegen der Wiederaufnahme der Fertigung in Wolfsburg zugestimmt wurde.
Dritter glücklicher Umstand lag in einem Kübelwagen, der englischen Truppen im Afrika-Feldzug in die Hände fiel. Dieser Wagen wurde von Technikern der englischen Firma Humber zerlegt und analysiert. Deren Fazit ließ nichts an Klarheit vermissen, das Fahrzeug sei „ …daher nicht als ein Beispiel erstklassiger moderner Konstruktion zu betrachten, die es wert wäre, von der britischen Industrie übernommen zu werden.“
Mit diesem Testat der technischen Zweitklassigkeit und dem wohlwollenden Major Ivan Hirst an der Spitze nahm man bei Volkswagen im Jahr 1945 die Produktion wieder auf.
1948 wurde die Konzernführung an Heinrich Nordhoff, einem ehemaligen Opel, übergeben, schon ein Jahr später überließ man der neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland die Verantwortung für die „Wolfsburg Motor Works“.
Der nun einsetzende Erfolg gründete zum einen darin, das der Käfer das einzige reelle Angebot für eine fünfsitzige Limousine zu einem erschwinglichen Preis war, zum anderen lag sie im Naturell Heinrich Nordhoffs begründet, der stets die Verbesserung des Bewährten einer Neukonstruktion vorzog.
Der Käfer wurde Zeit seiner langen Produktionsphase immer stetig weiter, aber nie vollkommen neu entwickelt.
Diese stetige Produktpflege im Verbund mit steigender Produktionskapazität und der Organisation eines dichten Kundendienst-Netzes legten den Grundstein für das „Volkswagen-Wirtschaftswunder“.
Über 21,5 Millionen Exemplare entstanden.
Bis zum 19. Januar 1978 wurde der Käfer in Deutschland hergestellt, der endgültig letzte Käfer klassischer Bauart rollte 2003 in Puebla, Mexiko vom Band.
Die Firma Humber ging übrigens 1976 klanglos im Chrysler – Konzern auf.
Sie wissen mehr über den Käfer? Dann ergänzen Sie diesen Text doch einfach. Klicken Sie (Sie müssen eingeloggt sein) dazu einfach auf “Bearbeiten”.




.jpg?1245303865)


BK9ubfgy9g~~_24.jpg)
