Opel Kadett A
Dem übermächtigen VW Käfer einen Gegner zu bieten, das war der Auftrag aus Detroit. Der Volkswagen fing schon an, in den USA an den Verkaufszahlen von GM zu knabbern, also gedachte man ihn auch auf Heimatgrund zu treffen. Dazu sparte man nicht, sondern baute in Bochum ein völlig neues Werk für diese wichtige Offensive.
Zum Glück lag die Entwicklung in deutschen Händen, sonst wäre möglicherweise ein solch katastrophales Missverständnis dabei rausgekommen wie GM es für den eigenen Markt auf den Käfer ansetzte, der Chevrolet Corvair . So aber kümmerte Opel sich in weiser Erkenntnis kein bisschen um die Heckmotor-Luftkühlung-Vorlage des Käfers, sondern legte den Kadett nach damals etablierter Baukunst aus: Frontmotor, Heckantrieb, vorn Einzelradaufhängung, hinten Starrachse an Blattfedern, selbsttragende Dreivolumen-Karosserie.
Der A-Kadett geriet vor allem zierlich, zumindest für heutige Augen. Leider rostet das zarte Blech recht heftig, weshalb von den rund 650.000 Stück heute nur wenige brauchbare Exemplare übrig sind.





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