Mercedes-Benz 300 SL
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Der 300 SL ist zweifellos der Super-Traumwagen aller Zeiten von Mercedes-Benz, jeder kennt und bewundert ihn.
Von 1954 bis 1957 entstanden insgesamt 1.400 der so genannte Flügeltürer, 29 davon in Vollaluminium-, eines in Kunststoff – und die restlichen in Stahl/Blech-Verbundbauweise.
Der 300 SL besaß weder ein Chassis, noch war seine Karosserie im klassischen Sinn selbsttragend: Sein Rückgrat, seine Struktur war ein Gitterrohrrahmen, der den Motor, die Achsen, die Karosse und alles andere trug.
Diese spezielle Konstruktion bedingte das wohl auffälligste Merkmal des Wagens, die Flügeltüren. Denn hier, im Bereich der Einstiege, war es nicht möglich die Höhe des Gitterrohr-Rahmens zu reduzieren um herkömmliche Türen einzubauen. So entstanden die Flügeltüren, auf amerikanisch “gullwings” Möwenschwingen.
In einer Zeit, als ein VW Käfer 105 Sachen fuhr und auch ein Porsche nicht mehr als 150 km/h erreichte, war dieser Wagen geradezu überirdisch schnell, schön und einfach unerreichbar. Ein Supersportwagen der damaligen Zeit.
Sein 6-Zylinder-Reihenmotor mit Benzin-Einspritzung wurde aus dem 1951 erschienenen 300 („Adenauer“) entwickelt und leistete 215 PS. Glaubt man manch zeitgenössischem Autoquartett, dann war der 300 SL zwischen 220 und 260 Km/h schnell. Richtig ist, dass die für Europa gebräuchliche Hinterachs-Übersetzung etwa knapp 230 km/h ermöglichte und die längste lieferbare Übersetzung für 250 km/h reichte.
Ein Österreicher namens Max Hoffmann, der über New York den amerikanischen Markt mit europäischen Sportwagen versorgte, empfahl Mercedes, unbedingt eine Cabriolet-Version für den amerikanischen Markt herauszubringen. So entstanden zwischen 1957 und 1963 insgesamt 1858 Stück 300 SL Roadster mit dem identischen Motor, schon mit der besseren Eingelenk-Pendelachse und einer etwas modernisierten Optik.
In der Tat ist der Flügeltürer speziell im Sommer eine richtige Sauna und wenn man bei einer Oldtimer-Rallye einen in eine Fußgängerzone einfahrenden Flügeltürer sieht, dessen Fahrer und Beifahrer sogleich die Türen öffnen, so ist dies nicht Geltungsbedürfnis, sondern schlicht eine Wohltat. Der Roadster erhielt 1961 Scheibenbremsen, was der Fahrsicherheit des Wagens sehr gut tat, deshalb wurden viele ältere Wagen, auch Flügeltürer auf Scheibenbremsen umgerüstet. Die letzten Roadster erhielten einen Vollaluminium-Motor, die letzte und gesuchteste Evolutionsstufe des 300 SL, der weltweit nicht nur den Reichen und Schönen als Prestige-Objekt diente, sondern der auch unzählige Siege in Rennen und Rallyes einfuhr.





