Mercedes-Benz 170
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Der Mercedes-Benz 170 war 20 Jahre lang für Daimler-Benz das wichtigste Automobil im Programm, das der Marke das Überleben garantierte. Dabei ist zu unterscheiden zwischen drei wesentlich verschiedenen Konstruktionen: dem W15, dem W136 (170V/S) und schließlich dem Typ 170H (W28).
Der W15 ist eine Konstruktion von Chefingenieur Hans Nibel, der damit ein kompaktes, vergleichsweise kostengünstiges Fahrzeug auf die Räder stellte. Für heutige Begriffe überraschend ist der kleine Reihensechszylinder unter der Haube des W15. Der 170 der zweiten Generation, intern W136, ist der erste große Volumenerfolg von Daimler-Benz. Bei seiner Premiere 1936 war das Auto so konservativ gestaltet wie man es von einem Mercedes-Benz erwartete – besaß aber auch all die Qualitäten, die man später mit der Marke verband: durchdachte Konstruktion, ausgefeilte Verarbeitung, höchste Langlebigkeit – das alles durchdrungen von einem Hauch Nüchternheit, der auch bei gehobenen Ausstattungsvarianten zu spüren ist.
Beste Qualität, viele Varianten
Als Motor dient der ausgezeichnete 1,7 Liter-Vierzylinder M136, ein gemütlicher aber äußerst zäher Langhuber, der es nach dem Krieg ohne weiteres wegstecken sollte, zum Diesel verwandelt zu werden. Der W136 rollt auf einem Ovalrohrrahmen, mit dem sich der Wagen für vielerlei Sonderaufbauten anbietet. So gab es diverse Kombi – und Transporteraufbauten, sämtliche Cabrio-Varianten, die Daimler-Benz für seine PKW anbot und natürlich den Viertürer-Personenwagen.
1949 verwandelte er sich mit einer größeren Karosserie in die erste S-Klasse 170S. Als 1953 der neue Mecedes-Benz 180 (Ponton W120) auf den Markt kam, blieb der W136 als Basismodell noch zwei Jahre lang im Angebot.
Der Vollständigkeit halber sei der 170H (W28) erwähnt, der zeitgleich mit dem W136 auf den Markt kam. Dieser Typ folgte dem damals einflussreichen Trend zum Heckmotor. Allerdings konnte er sich genau wegen der Motoranordnung im Fahrverhalten keineswegs mit dem W136 messen, blieb eine Randerscheinung und wurde 1939 eingestellt.





