Matra Murena
Als Nachfolger des Matra Simca Bagheera öffnete der Murena (dt. Muräne) erstmals 1980 auf dem Pariser Autosalon seine Klappscheinwerfer. Er war ein ansehnlicher Zeitgenosse: Schnittiges Design, Mittelmotor-Konzept und die vom Vorgänger Bagheera übernommene Sitzanordnung mit drei Einzelsitzen vorn.
Das schlechte Image des Vorgängers geerbt
Leider war dem französischen Exoten jedoch kein längeres Dasein auf den Strassen der Welt vergönnt: denn der Murena hatte nicht nur die extravagante Anordnung der Sitze vom Bagheera übernommen, sondern erbte auch dessen schlechtes Image. Mangels Rostvorsorge ab Werk waren viele Bagheera bereits nach wenigen Jahren komplett zerfallen. Da half es auch nichts, dass Matra beim Murena in die vollen ging und dem Wagen – als erstem der Welt – einen im Tauchbad voll verzinkten Rahmen spendierte.
Zudem hatte Matra kurz nach der Einführung des Murena einen Kontrakt für die Produktion des Renault Espace geschlossen, der auf den Bändern von Matra gefertigt werden sollte. Immerhin konnten noch bis 1983 insgesamt 10680 Matra Murena das Werk in Romorantin verlassen, bis die Produktionslinien endgültig für das neue Modell „Espace“ verwendet wurden.
Drei Motorisierungen für ein Halleluja
Die Modellpalette unterteilte sich grob in drei Motorisierungen: 1.6 2.2 Liter, Liter und 2.2 Liter in Sportausführung. Die kleine Motorisierung gab es in zwei Ausstattungsvarianten, in billig mit 13-Zoll Stahlfelgen und Fensterkurbeln sowie die gehobene Ausstattung mit 14 Zoll Alufelgen, elektrischen Fensterhebern und Glashubdach auf Wunsch. Beide Modelle wurden in einer Stückzahl von 5640 Exemplaren von 1980 bis 1983 gebaut. Den Murena 1.6 gab es nur mit dem 1592 ccm , 92 PS Motor, einem 36er Weber Doppelvergaser und unten liegender Nockenwelle. Der Motor war Baugleich mit dem des Talbot Solara GLS .
Beim Murena 2.2 Liter waren die 14 Zoll Alufelgen, elektrischer Fensterheber, Mittelkonsole im Fußraum, Türverkleidungen mit Kunstleder und teilweise Lautsprecher in den Türen serienmäßig. Der Motor hatte 2165 ccm, 115 PS, einen 40er Solex Doppelvergaser und oben liegende Nockenwelle. Er war im Prinzip ein aufgebohrter 2 Liter Chrysler Motor, baugleich mit dem des Talbot Tagora 2.2. Der MURENA 2.2 lief von 1981 bis 1983 in einer Gesamtstückzahl von 4560 Exemplaren vom Band.
Ordentlich Druck ab Werk
Der Murena 2.2 „S“ war ein auf 480 Exemplare limitiertes Sportkit bestehend aus zwei 40er Solex Doppelvergasern, scharfer Nockenwelle, Fächerkrümmer, anderem Verteiler und einem aerodynamisch verbesserten Spoilerpaket bestehend aus Seitenschwellern und einem Heckspoiler. Dieses Kit hob die Leistung der Muräne von 115 auf 142 PS an und beflügelte ihn zu einer Spitzengeschwindigkeit von 215 km/h.
Vergleichbare Kits wurden seinerzeit übrigens auch von diversen Tunern wie Fleischmann oder Gutmann abgeboten. Original waren jedoch nur die 480 Modelle aus dem MATRA Werk in Romorantin. Alle „S“ waren Baujahr 83 oder 84. Einen „echten“ MURENA „S“ erkennt man an seiner Fahrgestellnummer, die mit den folgenden Zeichen beginnt: VF853C432EX….



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