Lancia Delta


Ende der 70er Jahre machte man sich bei Lancia an die Entwicklung eines neuen Kompaktmodells, das sich unterhalb des Beta einordnen sollte. Da man schon seit 1967 zu 100% eine Tochter von Fiat war, fanden Konstruktionen der Konzernmutter ihren Weg in das neue Modell; hier war der Fiat Ritmo die Ausgangsbasis.

Man hatte sich bei Lancia jedoch soviel Eigenständigkeit bewahrt, dass eigene technische Konzepte im neuen Wagen umgesetzt werden konnten: Hier sei vor allem auf die aufwändigen Fahrwerkskomponenten, die auch bei den Modellen Beta und Gamma Verwendung fanden, auf den verlängerten Radstand, die hochwertigen Stoßfänger aus glasfaserverstäktem Polyester und natürlich die von Giugiaro gestaltete Karosserie verwiesen. Das Erbteil des Ritmo bestand aus der Bodengruppe und der Motorenpalette. Das entstandene Fahrzeug zog einhelliges Lob der Fachjournalisten auf sich, die den Delta zum Auto des Jahres 1980 wählten – der erste Lancia, dem diese Ehre zuteil wurde.

Gefürchtet auf der Rallye-Piste

Der Delta war zwar eine Bereicherung der Kompaktklasse und fand viele Freunde unter den Liebhabern italienischer Lebensart, aber eine Revolution im Automobilbau fand hier definitiv nicht statt. Der brave Delta mutierte jedoch unter den kundigen Händen der Renn-Ingenieure von Lancia zu einer potenten Rallye-Bestie, der in der Ausbaustufe Delta S4 mit circa 600 PS, kombinierter Turbo – und Kompressor-Aufladung und permanentem Allradantrieb zu einem wahnwitzigem Geschoss wurde, das seiner Konkurrenz haushoch überlegen war. Leider hatten die Piloten mit dem Wagen ihre liebe Not; nachdem die Besatzung eines Delta S4 1986 tödlich verunglückte, führte die FIA neue Regeln ein, um dem Leistungswuchs Herr zu werden. Das Ende der Gruppe B war das Aus für Rallye-Fahrzeuge, die mit ihren serienmäßigen Brüdern nur die Form der aufgestülpten Kunststoffkarosserien gemein hatten.

Die neuen Rallyeautos mussten nun mehrere technische Komponenten mit den serienmäßigen Brüdern teilen, die Basis eines Wettbewerbsfahrzeugs musste ein Serienauto sein. Lancia entwickelte den Delta zum HF Integrale weiter, der mit 200 Turbo-PS für einfache Familienväter erschwinglich war. Auch der Integrale ist mit Allradantrieb ausgerüstet, sein Leistungspotential brachte ihm einige Siege auf den Rallyestrecken dieser Welt. Für den Hausgebrauch war selbst die zahmere Variante ein extrem sportliches Gerät, das bei gekonnter Fahrweise auch Sportwagen abhängen konnte.

Das Alltagskleidchen des Integrale ließ leider ein wenig in der Verwindungssteifigkeit zu wünschen übrig – wenn man ihn zu sehr rannahm, kam es zu Ermüdungserscheinungen. Trotzdem wurden allein von den Allradversionen über 40 000 Stück verkauft. Lancia hatte mit diesem Fahrzeug hochkarätige Weltmeistertechnik unters Volk gebracht.

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Datenblätter Lancia Delta

Hier finden Sie Datenblätter, technische Details, Spezifikationen und technische Daten zu allen Varianten des Lancia Delta.


Lancia Delta 1300

Datenblatt Lancia Delta 1300

Zuletzt aktualisiert am: 11.04.2008

59 von 134 Daten ausgefüllt

Lancia Delta 1500

Datenblatt Lancia Delta 1500

Zuletzt aktualisiert am: 11.04.2008

59 von 134 Daten ausgefüllt

Lancia Delta 1600 GT

Datenblatt Lancia Delta 1600 GT

Zuletzt aktualisiert am: 11.04.2008

59 von 134 Daten ausgefüllt

Lancia Delta 1600 HF

Datenblatt Lancia Delta 1600 HF

Zuletzt aktualisiert am: 11.04.2008

58 von 134 Daten ausgefüllt

Bilder Lancia Delta

Lancia Delta
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Lancia Delta (1979) 



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