Ford FK 1000
Etwa ein Jahr nach der Wiederaufnahme der Produktion des Buckel Taunus entstand 1949 bei Ford die Idee eines Kleintransporters. Vor dem Hintergrund steigender Produktivität und Handel in Westdeutschland identifizierten die Kölner einen Bedarf an einem kleinen und wendigen Transportfahrzeugs mit einer Nutzlast von bis zu 1.000 kg.
Das Lastenheft beinhaltete einen praktischen Kastenaufbau mit geringem Eigengewicht und hoher Nutzlast. Ebenso gefordert waren ein vorn liegender Motor und Heckantrieb. Für dieses Vorhaben konnte der Konstrukteur Dr. Alfred Haesner gewonnen werden. Dieser hatte bereits den VW Transporter entworfen und verfügte somit über eine entsprechende Entwicklungserfahrung in dieser Fahrzeugklasse. Bei der Ausgestaltung der äußeren Form zeigte sich auch eine optische Verwandtschaft zum VW. Bei der Konstruktion des Aufbaus wandte sich Ford Köln wieder an die Firma Drauz aus Heilbronn, die bereits vor dem Krieg an verschiedenen PKW – und LKW-Aufbauten beteiligt war.
Die Markteinführung des Transporters erfolgte im Jahr 1953. Er bildete in der Nutzfahrzeugtypologie die untere Grenze und erhielt somit in chronologischer Weise die Bezeichnung FK (Ford Köln) 1000 für eine Nutzlast von 1.000 kg. Der FK 1000 besaß eine enge technische Verwandtschaft zu den damaligen Ford PKW Modellen. So verfügte er z.B. über das Kombiinstrument des damals aktuellen Taunus 12m und behielt dieses auch bis zur Produktionseinstellung bei. Als Antrieb fungierte ein 1,2 l Motor mit 38 PS der ebenfalls aus dem 12m stammte. Bei der Markteinführung war der FK 1000, mit 95 km/h, das schnellste Fahrzeug in dieser Kategorie. Allerdings war der Wagen im unbeladenen Zustand stark kopflastig, was sich störend auf den Geradeauslauf auswirkte.
Mit Einführung des 15m bei Ford wurde dessen 1,5 l Motor mit 55 PS auch für den FK 1000 angeboten. Zur Verbesserung der Fahrstabilität wurden die Motoren ab 1955 nach hinten, zwischen die vorderen Sitze verlagert. Durch die Steigerung von Hubraum und Motorleistung, konnte auch die Nutzlast auf 1.250 kg erhöht werden. Der Typologie folgend, entstand so der FK 1250. Mittlerweile waren die Aufbauvarianten ähnlich umfangreich wie beim Konkurrenten VW. Neben dem Kastenaufbau konnte auch ein Bus oder Kombi und eine Pritsche in verschiedenen Ausführungen bestellt werden.
Nach dem Ende der LKW-Produktion von Ford in Deutschland im Jahre 1961 brauchte man nun einen neuen Namen für die FK 1000 Modelle. In Anlehnung an die PKW Produkte wählte man bei Ford den Namen Taunus mit dem Zusatz Transit um eine gewisse Distanz zu den PKW Modellen herzustellen.
Bis zum letzten Produktionsjahr wurde der Taunus Transit weiter verbessert. Zuletzt war sogar der 1,7 l aus dem 17m P3 in Verbindung mit einer Auflastung auf 1.500 kg Nutzlast erhältlich. 1965 kam dann das verordnete Ende der Produktion, obwohl die Absatzzahlen bis zuletzt konstant waren. Ebenfalls wirkte das zeitlose Design im Vergleich zum 2 Jahre später erschienenen VW Transporter der zweiten Generation noch immer aktuell.
_2410.jpg?1280328725)


_6202_medium.jpg?1280325681)





