Fiat Campagnola
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Der Campagnola („Die Landarbeiterin“) hatte seinen ersten Auftritt auf der Landwirtschaftsausstellung 1951 in Bari. Doch Karriere machte der zweitürige Geländewagen nicht in der Agrarwirtschaft, dafür war er schlichtweg zu teuer. Einen Großteil der Fahrzeuge nahm der Staat ab, der für Polizei und Militär ein geländegängiges Fahrzeug brauchte, das auch bei schlechten Straßen nicht kapitulierte.
Technisch war der Campagnola ein fortschrittliches Fahrzeug: Er besaß bereits eine vordere Einzelradaufhängung, wo andere Hersteller von Geländewagen noch für Jahrzehnte Starrachsen verbauten.
Antriebsseitig kam der Motor des Fiat 1400 zum Einsatz, dessen Hubraum allerdings auf 1901 ccm vergrößert wurde. Seine 53 PS wurden über ein 4-Gang-Getriebe mit Mittelschaltung und Untersetzungsgetriebe an die Hinterräder – und zuschaltbar – an die Vorderräder weitergegeben.
1953 reichte Fiat einen Dieselmotor nach, der aus ebenfalls 1,9 Litern Hubraum eine Leistung von 40 PS mobilisierte.
1955 schon stand eine erste Überarbeitung des Geländewagens an. Neben Verbesserungen an der Elektrik und eine Erhöhung der Nutzlast wurden vor allem die Motoren überarbeitet: Der Benziner leistete nun 61 PS, der Diesel kam auf 43 PS.
1960 kam die letzte Evolutionsstufe des Campagnola auf den Markt. Nochmals war die störanfällige Elektrik überarbeitet worden. Dieses Mal legten die Turiner aber auch Hand an die Karosserie an, die etwas länger und breiter wurde.
1973 schickte Fiat den Campagnola nach gut 39.000 gebauten Exemplaren in den Ruhestand.





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