Fiat 8V
Ein Achtzylinder von Fiat? Das gab es nur ein einziges Mal – und leider auch nur ganze zwei Jahre lang.
1952, dass Nachkriegseuropa war noch im Begriff, sich vom Krieg zu erholen, lancierten die Turiner den 8V („Otto Vu“). Ein Supersportwagen in diesen kargen Zeiten, das war ein Wagnis. Doch Fiat wollte mit der Konkurrenz von Alfa Romeo und Lancia mithalten, die ebenfalls im automobilen Oberhaus vertreten waren. In den USA hatte der Achtzylinder ohnehin schon seinen Siegeszug angetreten und es schien nur folgerichtig zu sein, dass den achtzylindrigen Motoren auch in Europa die Zukunft gehörte.
Fiats Achtzylinder gehört zu den modernsten Motoren seiner Zeit. Sowohl Kurbelgehäuse, Kopf und Kolben des kurzhubig ausgelegten Zweilitermotors waren aus Leichtmetall gefertigt, für den Ventiltrieb sorgte eine zentrale, kettengetriebene Nockenwelle mit Stoßstangen. Zwei 36-er Weber-Doppelvergaser versorgten das Triebwerk mit Gemisch und entlockten ihm eine Leistung von 110 PS.
Dieses Herz schlug in einer äußerst stromlinienförmigen Karosserie, dessen cw-Wert bei gerade einmal 0,3 lag – ein hervorragender Wert. Das Äußere des Zweisitzers war schlicht gehalten, auf üppigen Zierrat hatten die Turiner verzichtet. Doch dafür gab es ja noch die zahllosen Karosseriefirmen wie Stabilimenti Farina, Zagato, Michelotti und Ghia, die eigene Versionen des 8V herausbrachten. Die wohl schönste und auch erfolgreichste Variante stammte mit dem Typ 208 von Siata.
1954 endete die Produktion des 8V, mit dem Fiat nie eine Lira verdiente.




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