Ferrari Mondial
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So richtig ist nicht nachzuvollziehen, warum Enzo Ferrari partout darauf bestand, einen Mittelmotor-Viersitzer im Angebot zu haben. Dass ein Mittelmotor und eine halbwegs vollwertige Rückbank Anspruch auf denselben Platz in der Karosserie erheben, daran hatte schon der 308GT/4 gekrankt. Trotzdem wollte der Chef gegen Ende der Siebziger einen neuen haben. Diesmal beauftragte er Pininfarina mit der Karosserie; dort löste man die knifflige Aufgabe ein wenig weicher als seinerzeit Bertone – leider sieht auch dieses Auto aus, als trüge ein schlanker Wagenkörper das Dach einer riesigen Limousine.
Eine Weiterentwicklung
Der Motor ist eine Weiterentwicklung des V8-Dino aus dem Vorgänger, sitzt wie zuvor quer hinter der Kabine, er läuft mit einer Bosch K-Jetronic. Deutlich schadstoffärmer, musste der Motor einen herben Leistungsverlust hinnehmen, der erst ab 1982 durch Vierventilköpfe wieder ausgeglichen wurde. Der Mondial wird für dieselben Dinge kritisiert wie sein Vorgänger: seltsames Design, inkonsequente Raumaufteilung. Insgesamt ist er aber genießbarer. Besonders der Motor gilt als genügsam und freundlich, Laufleistungen in den 200.000 km sind häufig und nicht einmal Warnzeichen für großen Verschleiß. Wer einen Schlüsselbund mit schwarzem Pferdchen auf die Theke seiner Stammkneipe werfen will, ist mit einem Mondial sehr gut beraten.






