BMW 3200 CS
Die Gedankengänge in der BMW – Zentrale zu Ende der Fünfziger ist schwer nachzuvollziehen. Trotz extremer Finanznöte hielt man an den großen Luxuswagen fest, die BMW an den Rand des Abgrunds geführt hatten und beinahe drüber hinaus.
Der 503 lief 1959 aus, er hatte nicht aus dem großen Schatten seines sensationellen Bruders 507 heraustreten können. Für die Gestaltung eines Nachfolgers wandte BMW sich an Nuccio Bertone . Der bekam ein dickes Pflichtenbuch, immerhin hatte BMW einen fest etablierten Katalog an Markenkennzeichen und eine fertige Bodengruppe, das Chassis des letzten Barockengels . Darauf musste Bertone die Karosserien bauen, die dann in München zur Endmontage kamen.
Schön – oder eher nicht?
Ob Bertone ein schönes Auto auf die Räder stellte, darüber kann man bis heute hitzige Debatten führen. Den meisten Betrachtern wirkt das Auto viel zu klobig – ohne dass sie sagen könnten, was da nicht recht stimmt. 1961 debütierte der 3200CS auf der IAA – und musste sich doch die Schau stehlen lassen. Die Neue Klasse hatte auf derselben IAA Premiere und galt dem Publikum als das viel spannendere Objekt.
Während die Neue Klasse auf Anhieb alle Versprechen erfüllte, die sie auf der IAA gegeben hatte, kämpfte der Bertone CS mit Verarbeitungsproblemen, die sich vor allem seiner transalpinen Herstellung verdankten. Für manche zählt das Auto zu den schönsten der Welt. Die waren aber schon immer in der Minderheit: Bis 1965 enstanden nicht mehr als 600 Stück.





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