Alfa Romeo Giulietta 750
- Bilder Alfa Romeo Giulietta 750
- Links Alfa Romeo Giulietta 750
- Datenblätter zum Alfa Romeo Giulietta 750
- Mehr zum Alfa Romeo Giulietta 750
Mit dem Erfolg des 1900 im Rücken schien bei Alfa Romeo nun endgültig der Durchbruch zum Massenhersteller in greifbare Nähe gerückt zu sein.
Dabei waren bisher keine Abstriche an der sportlichen Firmentradition gemacht worden und auch die neue Giulietta sollte sich auf den Rennstrecken der Welt beweisen dürfen. Für eine kostendeckende Fertigung waren allerdings höhere Stückzahlen erforderlich, als sie der Millenove je erreichte, weshalb ein kühner Plan bei Alfa reifte. Mit einem kleineren und leichteren, jedoch nicht weniger aufwändigem Motor wollte man in der unteren Mittelklasse für Aufsehen sorgen. Der angepeilte Käuferkreis war hinreichend groß, günstige Preise sollten die Sportwagen aus Mailand eine weite Verbreitung sichern und damit eine wirtschaftliche Fertigung ermöglichen. Die italienische Regierung als Besitzer von Alfa Romeo stand den Plänen zunächst skeptisch gegenüber, ließ sich aber nach langem Ringen überzeugen.
Das neue Triebwerk wurde vollständig neu entwickelt, obwohl es sich wie beim Vorgänger 1900 um einen Reihenvierzylinder mit doppelten, obenliegenden Nockenwellen handelte, setzte Alfa auf eine Leichtmetalllegierung mit nassen Laufbüchsen, um der vom Millenove bekannten Kopflastigkeit entgegen zu wirken, der ein Motor aus Grauguss besessen hatte. Die Karosserie sollte wieder selbsttragend sein, diesmal wurde die Entwicklung aber nicht an externe Spezialisten weitergegeben. Der mangelnden Erfahrung mit dieser Konstruktionsweise waren die recht labilen Karossen der ersten Serie geschuldet, mit zunehmender Reifung fanden die Giuliettas aber zu ausreichender Stabilität.
In Italien war die Giulietta eine Sensation, alle Italiener verbanden mit dem Namen Alfa Romeo exklusive Hochleistungssportwagen, die sich plötzlich auch Angestellte leisten konnten. Die Kunden saßen keiner Mogelpackung auf, sie bekamen echte Sportgeräte für ihr Geld, mit denen gleichzeitig auch ein Familienausflug mit den Bambini und der Mama möglich war.
Der Erfolg der Giulietta gab der Firmenleitung von Alfa Romeo Recht, der eingeschlagene Weg hatte sich als der richtige erwiesen. Wem die Berlina zu bürgerlich war, der konnte sich mit den Coupé-Modellen ein puristischeres Sportgerät in die Garage holen, die mit Doppelvergasern ausgerüstete Sprint Veloce gehörten zu den schnellsten Autos ihrer Klasse und zeigte so manchem Porsche die Rücklichter.
Der 1,3 Litermotor fand auch den Weg in den Kleintransporter Romeo und infizierte dort unschuldige Briefträger und Polizisten mit dem Alfa Romeo-Virus. Mit über 165.000 produzierten Giuliettas übertraf Alfa Romeo nicht nur die Zahlen des Millenove deutlich, sondern konnte sich als Massenhersteller erfolgreich etablieren.
Sie wissen mehr über die Alfa Romeo Giulietta 750? Dann ergänzen Sie diesen Text doch einfach. Klicken Sie (Sie müssen eingeloggt sein) dazu einfach auf “Bearbeiten”.



_6202_medium.jpg?1280325681)






