Alfa Romeo Giulia
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Alfa Romeo stellte 1962 ein neues Mittelklassefahrzeug vor, bei dessen Gestaltung auch Versuche im Windkanal eine wichtige Rolle gespielt hatten. Der neuen Giulia sah man dieses Vorgehen aber keineswegs an, vielmehr schien sie eine typische, viertürige Limousine im traditionellen Drei-Schachtel-Design zu sein. Der erstaunlich kleine Cw-Wert von 0,34 ließ sich offenbar auch mit einer konservativen Karosseriegestaltung vereinbaren.
Welche Wonnen diese kleine Limousine bereiten konnte, wurde spätestens beim Start des bekannten Vierzylinder-Doppelnockenwellen-Triebwerk des Mailänder Unternehmens klar. Diesem Motor bei seiner Arbeit zuhören zu dürfen, war das reine Vergnügen, dem limitierten Hubraum zum Trotz verstand er sich auf harmonische Töne und barst fast vor Energie und Lebensfreude.
Um den passenden Rahmen bemüht, hatte man bei Alfa Romeo auf das Gewicht und eine schlanke Linie geachtet, der Motor sollte sich schließlich nicht als Lastenträger unter Wert verkaufen müssen.
Das Fahrwerk sorgte mit sportlicher Abstimmung für die nötige Bodenhaftung, vorne kam eine Einzelradaufhängung mit oberen und unteren Querlenkern zum Einsatz, hinten genügte eine an Schraubenfedern und Längslenkern sowie einem zusätzlichen Gelenkhebel geführte Starrachse höchste Ansprüchen. Von Anfang an durfte der Motor seine Drehzahlen einem exakt schaltbaren Fünfganggetriebe weiterreichen.
Während die Karosseriegestaltung nicht überall auf Zustimmung stieß, konnten die Fahreigenschaften und der Motor auf breiter Basis überzeugen.
Dieses fahraktive Gefährt wurde in den neuen Alfa-Werken in Arese montiert, weshalb man aufgrund rationeller Fertigung eine günstige Preisgestaltung realisieren konnte.
Die Giulia war ein echter Familien-Sportwagen, der die Messlatte für Mitbewerber im Limousinenmarkt sehr hoch legte. Viele Jahre blieb die Giulia praktisch unangefochten die Nummer Eins unter den Kompaktsportlern bis >BMW mit der 02 er Reihe etwas Konkurrenzfähiges im Köcher hatte. Selbst den Porsche 356 zeigte die kleine Italienerin während Renneinsätzen oft das „Knochenheck“.
15 Jahre konnte man den Versuchungen einer fabrikneuen Giulia erliegen, dann brachten die Italiener ihre Nachfolgerin, die Giulietta ins Spiel.
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