Alfa Romeo Bertone


Alfa Romeo Giulia GT (Bertone)

Für Alfa lief in den Sechzigern alles nach Wunsch: mit der Giulia hatte man eine schlagkräftige Konstruktion am Markt, die der deutschen Konkurrenz die Rücklichter zeigte.

Der italienische Staat sorgte als Eigentümer für finanziellen Rückhalt und stete Abnahme von Behörden – und Polizeifahrzeugen.

Und es sollte noch besser kommen, als man der ansehnlichen Giulia ein attraktives Coupé zur Seite stellte, für dessen Form die renommierte Design-Schmiede Bertone verpflichtet wurde.

Bei Bertone durfte sich der junge Giorgio Giugiaro an seinem ersten größeren Projekt verwirklichen. Ihm gelang eine herausragende Synthese aus aggressiver Sportlichkeit und kompakter Eleganz.

Die hochkarätige Technik übernahm man von der Limousine, nur der Radstand wurde um 130 mm reduziert. Der wohltönende Vierzylinder-Doppelnockenwellen-Motor kam zum Einsatz, der mittels Doppelvergaser-Bestückung erstarkte und dem leichtgewichtigen Sportwagen zu eindrucksvollen Fahrleistungen verhalf.

Die klassische Anordnung von Frontmotor mit Heckantrieb in Verbindung mit einem präzisen Fahrwerk und geringem Gewicht beglückte bei jeder Ausfahrt – der Grundstein für eine lang anhaltende Karriere war gelegt.

Über 13 Jahre konnte man für überschaubares Geld bei Alfa Romeo einen Sportwagen erstehen, der nicht den Vergleich zu anderen (italienischen) Sportwagen scheuen musste.

Es half natürlich viel, dass man bei Alfa das Design der ersten Stunde zwar veränderte aber nicht verwässerte.

Bei den Motoren ließ man sich auf keine Experimente ein und hielt den Vierzylindern die Treue.

Den Ruhm des von seinen Freunden „Bertone“ genannten Wagens nährten Erfolge, die auf internationalen Rennstrecken mit den begehrten Sportversionen, den GTAs, gesammelt wurden.

Einzig bei der Bezeichnung dieser bella macchina herrschten in Mailand italienische Verhältnisse. Vorgestellt als Giulia GT, wurde er später unter dem Namen Sprint verkauft und zeitweilig als 1750 bezeichnet, obwohl der Motor eher ein 1800er war. Dann hieß er GT ohne den Beinamen Giulia.

So entstand ein undurchdringliches Gestrüpp von Bezeichnungen, doch für den Kenner ist mit „Bertone“ schon alles gesagt.

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