Alfa Romeo 75


Der Alfa 75 war der letzte Sproß der Alfa-Transaxle-Limousinen, deren Geschichte 1972 mit der “Alfetta” begann. Der Alfa 75 verbarg sein ambitioniertes technisches Layout sehr gut. Kaum jemand vermutet unter dieser Karosserie Heckantrieb, DeDion Achse, Getriebe und Differential mit innenliegenden Bremsscheiben an der Hinterachse. Das ganze ist verbunden mit einer “schnellen” Kardanwelle mit längs eingebauten Motoren.

Und auch die haben es in sich: geboten werden verschiedene Versionen der legendären Alfa 4-Zylinder. Dieser “Nord”-Motor erhielt 1987 einen Zylinderkopf mit zwei Zündkerzen pro Zylinder (TwinSpark) sowie einen Phasensteller. Ein weiteres ganz heißes Eisen war der 1986 vorgestellte 1.8 Turbo, der auch für den Rennsport die Basis lieferte.

Doch das war noch längst nicht alles. Auch der von seinen Fans liebevoll “Busso” (nach seinem Entwickler) genannte V6 fand seinen Weg unter die Haube des 75 – ein Gedicht von einem Motor. Bullig wie ein Stier aus dem Drehzahlkeller und oben hinaus drehzahlgierig, als gäbe es kein morgen. Alles untermalt von einem Klang, der Gänsehaut produziert.

Da konnten die ebenfalls angebotenen Diesel von VM (2.0 und 2.4ltr)natürlich nicht mithalten. Eher im Vergleich mit zeitgenössigen Selbstzündern, da immerhin bis zu 112PS stark.

1992 verschwand mit dem 75 die letzte heckgetriebene Limousine aus dem Angebot von Alfa Romeo.

Ein eigenwilliges charakterstarkes Auto – bis heute fast unentdeckt.

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