Honda


Durch den Bau von Motorrädern in den 50er Jahren war die Honda Motor Co. Ltd. zu einem bedeutenden Hersteller von Zweiräder weltweit geworden. Anfang der 60er Jahre stieg die Bekanntheit rapide durch das Engagement im Motorradrennsport, sowie durch die erste Präsentation eines kleinen offenen Sportwagens mit dem Namen S360 (Prototyp) auf der Tokyo Motor Show 1962. Dies war der Vorläufer der Sports-Serie S500 / S600 und S800 . Das S steht für Sports Car und die Zahl für den Hubraum in ccm.

Schon dieses erste Vorserienmodell S 360 mit 33 PS bei 9000 U/min, ließ erahnen, dass der Hersteller im Motorsport seine Erfolge suchte. Und tatsächlich, im Jahre 1964 war die erst seit 17 Jahren Fahrzeuge produzierende Firma in der Formel 1 vertreten. Zu Anfang noch mit fast unbekannten Fahrern wie Ronnie Bucknum und Richie Ginther, konnte man schon 1966 einen Sieg im letzten Lauf der 1,5 Liter feiern, mit John Surtees am Steuer dann im Jahre 1967 in Monza einen weiteren.

Die erste japanische Marke in Deutschland 

 1963 hatte Soichiro Honda den S500 auf einem Rheindampfer der europäischen Öffentlichkeit vorgestellt, aber dieser wurde nur in Japan verkauft, da noch keine Händler mit Servicenetz vorhanden waren. Auch der Nachfolger S 600 wurde nur in Japan, Australien und der Schweiz offiziell verkauft.Honda war die erste japanische Automarke, die den deutschen Markt erobern wollte, beginnend im Jahre 1967 mit dem S800. Dieser Sportwagen war auch das erste japanische Fahrzeug, das die Zeitschrift auto, motor und sport in einem Test beschrieb. Das Auto erhielt ein sehr gutes Testurteil.

Der deutsche Verbraucher war noch vorsichtig bei den astronomischen Drehzahlen dieses neuen Fahrzeuganbieters. Es war die Zeit der Studentenrevolte und einer wirtschaftlichen Rezession, die vielleicht auch eine Rolle mitgespielt hat, dass der große wirtschaftliche Erfolg ausblieb. Es wurden in Deutschland von 1967 bis 1970 nur rund 2500 Fahrzeuge verkauft; dementsprechend sind sie heute rar. Es sind schätzungsweise noch ca. 150 Fahrzeuge in Deutschland auf Achse und noch ca. 150 als Teileträger vorhanden.

Fahrzeuge aller Art – allesamt winzig 

 In Japan gab es ab 1963 den T360 und den T500, diese Kleintransporter hatten den abgeänderten Motor der Sports-Serie mit zwei obenliegenden Nockenwellen und Tassenstößeln. 1965 folgten P700 und L700, sowie ab 1966 LA800, LM800 und P800 mit dem selben Motorlayout. Die nachfolgenden Fahrzeuge von Honda, die auch exportiert wurden, wie N360 , N600 und Z600 (letzterer kam nicht nach Deutschland), waren nun auch kommerzieller konzipiert und luftgekühlt; auch der wieder sportlichere 1300 (mit bis zu 110 PS) von 1969 bis 1972. Die Luftkühlung war Hondas Favorit, aber die späteren Modelle wie 145, Life und Civic hatten wieder die bewährte Wasserkühlung. Mit dem Civic kam nun der Erfolg weltweit.

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