Tatra schockiert: "Škoda klaut unser Patent!"
Frechheit siegt: Viele Frontmotor-Škodas verdanken ihre technischen Grundlagen der inländischen Konkurrenz – unverschämt abgekupfert bei Tatra
Der Škoda 440 von 1933 besaß ein sehr eigenwilliges und fortschrittliches Fahrgestell: Tragendes Element ist ein Zentralrohr, an dessen vorderem Ende Getriebe und Motor angeflanscht sind, hinten das Differential. Die Kardanwelle läuft durch das Rohr. Dieses Fahrgestell hat eine sehr robuste Einzelradaufhängung, dazu kann man beliebige Aufbauten darauf setzen. Es war aber keine Škoda-Erfindung: Zehn Jahre zuvor hatte der Tatra T11 diese Bauweise eingeführt. Das schwache tschechische Patentrecht machte es möglich, dass Škoda mit einem platten Plagiat viel mehr Erfolg hatte als der Schöpfer Tatra, und bis 1973 Zentralrohr-Autos baute.

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