Mercedes Pagode
Der Mercedes-Benz Pagode wurde in den Versionen 230 SL, 250 SL und 280 SL von 1963 bis 1971 48.912 mal gebaut und ersetzte die Typen 190 SL und 300 SL. Dabei wurde versucht die wesentlichen Elemente der erfolgreichen Vorgänger zu übernehmen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen der 230 SL übertraf den 190 SL in Sachen Leistung beträchtlich. Der Mercedes Pagode war zwar nicht für den Renneinsatz konzipiert, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h und einer Beschleunigung von Null auf Hundert in nur 10 Sekunden, muss er aber den Vergleich mit so manchem Sportwagen nicht scheuen. Durch die geräumige und bequeme Ausstattung war der Mercedes Pagode besonders für längere Strecken geeignet. Der 230SL war sowohl mit Schalt- als auch Automatikgetriebe erhältlich.
Ab Dezember 1966 gab es dann den 250 SL, im Grunde der gleiche Wagen jedoch mit 2,5 Liter Motor und 7 statt bisher 4 Kurbelwellenlagern. Vom 250 SL wurden jedoch insgesamt nur rund 5000 Stück gebaut. Eine echte Verbesserung gab es nur ein Jahr später mit dem 280 SL. Mit noch mehr Hubraum war er die stärkste Variante des Roadsters.
Auch heute noch sind zahlreiche Pagoden auf deutschen Straßen unterwegs. In Sachen Zuverlässigkeit, Leistung und Ersatzteilversorgung steht er einem modernen Cabrio kaum nach. Lediglich die hohen Unterhaltskosten, mit einem Spritverbrauch von rund 10-15 Litern, sind so manchem ein Dorn im Auge. 2008 waren in Deutschland noch rund 4000 Mercedes Pagode der drei Modellreihen zugelassen.
Weitere Informationen:
Mercedes Oldtimer
Mercedes Pagode im Carsablanca Lexikon









Diskussionen
Mir ist es ein Rätsel, warum dieses Fahrzeug so beliebt ist bei Oldtimerfreunden.
Weder Motoren noch Fahrwerk machen es besonders, das gibt es alles in anderen Mercedes-Oldies ähnlicher Baujahre. Und nichts davon ist spektakulär wie etwa der 6.3-Motor. Das Fahrwerk ist veraltet und das Gegenteil von sportlich. Deswegen gibt es wohl auch nur wenig Rennhistorie.
Dann muss es wohl das Design sein? Naja, der Wagen ist hochbeinig und hat auch noch andere formale Schwächen. Das originell geformte Hardtop ist das Einzig Besondere. Das Interieur ist auch wieder Standard.
Warum also? Weil der Wagen auch als Oldie zuverlässig ist? Und man darin manierlich unterwegs ist, ohen Höhen und Tiefen?