Endlich! Mehr Luft im Motor

Wie ein Auto richtig zu besteuern sei, überlegten sich um die Jahrhundertwende die Behörden vieler Länder. Natürlich, durch die Motorgröße. Der englische Royal Automobile Club empfahl seiner Regierung eine einfache Regel: die Kolbenoberfläche. Damit erwürgte man die britische Motorenentwicklung bis in die Siebziger.
Endlich! Mehr Luft im Motor

Denn natürlich versuchten die Hersteller, möglichst steuergünstige Motoren zu bauen, vorzugsweise Langhuber mit geringer Bohrung. Eine kleine Bohrung verlangt kleine Ventile, die wiederum Ein- und Auslass behindern, was die möglichen Drehzahlen begrenzt. Damit waren englische Autos zwar oft mit gutem Drehmoment gesegnet, aber nie so effizient wie vergleichbare Motoren vom Kontinent.

Selbst als die Regierung diese widersinnige Besteuerung 1947 durch die heute übliche Hubraumsteuer ersetzte, blieben die meisten englischen Hersteller dem liebgewordenen Langhuber treu: Die asthmatischen Motoren der BMC-B-Serie etwa überlebten gar bis in die Achtziger.

 

Sie haben auch eine Perle des Wissens? Schreiben Sie der Redaktion.

 




Autor: Till Schauen (BatsBelfry) am 16.05.2008


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