Einlochen leicht gemacht!

Wie um Himmels willen wechselt man erotisch einen Reifen? Ganz simpel: Man geht neben einem Elektromobil in die Knie und klemmt sich eine Bremsscheibe zwischen die Schenkel. Oder so ähnlich.
Einlochen leicht gemacht!

Fotocredit: Stahlgruber

Seit undenklichen Zeiten, ja, eigentlich schon seit Erfindung des Rades, machen sich Frauen darüber Gedanken, wie man auf möglichst erotische Art einen Reifen wechselt. Da Frauen pragmatisch veranlagte Wesen sind, erschien die Verknüpfung dieser beiden Diskurse von je her Sinn zu machen – wollte man zum einen sein Fahrzeug wieder in einen fahrbereiten Zustand versetzen und zum anderen einen Geschlechtspartner anlocken. Zu den erfolglosen Versuchen gehörte unter anderem das Nacktwechseln. Im europäischen Raum setzte sich diese Methode, genau wie das Nacktputzen des Mannes, kaum durch, wahrscheinlich aufgrund des feuchtkalten Klimas in diesen Gefilden. Hilfloses Lungern neben dem fahruntüchtigen Automobil erfreute sich bis in die 70er Jahre großer Beliebtheit, geriet aber durch die aufkommende Emanzipation in Verruf. Was also tun?

Ein Ende des Dilemmas bietet in diesem Jahr das Aprilmädchen im Werkstattkultur-Kalender der Firma Stahlgruber. Bei der Firma handelt es sich um einen Stoßdämpfer-Hersteller, der seit 2006 einen erotischen Werkstatt-Kalender an den Mann bringt, natürlich streng limitiert und nicht käuflich zu erwerben.
Bei dem Aprilmädchen wiederum handelt es sich um Anne-Marie aus Walbeck, die neben einem aufgebockten Tazzari Zero ZZ Elektroauto – auch Stahlgruber geht mit der Zeit – recht weitwinklig in die Knie gegangen ist. Und was macht Anne-Marie da neben dem Wagen? Sie möchte beim Reifenwechsel helfen, wie eine gewisse Gazette zu ihrem Foto schrieb. Das ist vielleicht etwas kurz gefasst, denn bei Anne-Maries Anblick kann man förmlich ihre Gedanken hören: „Bevor man den Bremsscheibeneinbau vornehmen kann, muss man das Auto mit einem Fahrzeugheber anheben und das Rad entfernen. Danach entfernt man die Plastikkappen des Führungsbolzens und anschließend den Bolzen selbst, so dass man den Bremskolben erreichen kann. Diesen drückt man ganz zurück, wobei darauf zu achten ist, dass keine Bremsflüssigkeit austritt.“ Genau. Und während Anne-Marie diesen Überlegungen nachgeht, bringt sie in ihrer ganz natürlichen Art die Bremsscheibe schon einmal in eine maximal erotische Position. Aussparung vor Aussparung, wenn man so will. Vor ihr auf dem blitzsauberen Werkstattboden prangt ein prächtiger Bohrschrauber, der förmlich dazu einlädt, so richtig einzubolzen.

Alles in allem ein ansprechender Versuch, den Wagen wieder auf Vordermann zu bringen und den einen oder anderen Mann auf sich aufmerksam zu machen. Und vielleicht ist dieser innovative Lösungsansatz auch auf andere Lebensbereiche übertragbar – sollte Anne-Maries Methode Schule machen, sehe ich schon Frauen vor mir, die sich in der Küche mit Hagelzucker bestreute Hefekränze zwischen die Schenkel klemmen oder Frauen im Fitnessstudio, die mit einem Hula-Hoop-Reifen zwischen die Knie gezwängt vor einem Mann zu Boden sinken.
Manche Dinge können so einfach sein.

Weitere Anregungen finden Sie auf www.werkstattkultur.com




Autor: Wiebke Brauer (Wiebke Brauer) am 01.06.2012


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crazy4citroen
crazy4citroen 01.06.2012

Ich habe ja das Gefühl, dass inzwischen einige dieser Anne-Maries in unseren Vertragswerkstätten beschäftigt sind - das würde zumindest die Werkstatt-Stundensätze erklären... Quasi echter Premium-Service.