"The BAT-Mobiles" im Blackhawk Museum
Nicht aus der Bat-Höhle, sondern aus Italien stammen diese drei aufregenden Kreationen. Und ihre vordringlicher Daseinszweck war auch nicht die Verbrecherjagd, sondern dem Wind wenig Angriffsfläche zu bieten. Im Blackhawk Museum sind sie alle zu sehen.
Vater des Gedankens: Der Windkanal
Der Windkanal spukte schon lange in den Köpfen der Autokonstrukteure herum, denn eine aerodynamische Gestaltung versprach die Fahrleistungen und die Effizienz eines Fahrzeugs zu erhöhen, ohne an der Leistungsschraube drehen zu müssen. Den ersten Höhepunkt dieser Bemühungen stellte Edmund Rumpler 1921 mit seinem Tropfen-Auto auf die Räder, das hochbeinige Gefährt hatte einen Cw-Wert von 0,28, war aber darüber hinaus kein großer Erfolg.
In den Dreissigern versuchte Chrysler mit dem Airflow erneut erfolglos, eine aerodynamische Gestaltung den Kunden schmackhaft zu machen und auch in Europa kamen Stromlinienkarossen wie der Peugeot 402, Adler 2,5 Liter "Autobahn" (Cw-Wert 0,36) und Tatra 77 (Cw-Wert 0,37) auf den Markt, aber auch sie scheiterten mangels Publikumsinteresse. Die Zwangspause des Zweiten Weltkriegs sorgte für ein schnelles Vergessen der Stromlinienform, deren bedeutende Nachteile wie der unübersichtlichen Karosserie und der gewöhnungsbedürftigen Gestaltung sowie aufwändiger Fertigung auch auf keine Renaissance hoffen liess.
Der Windkanal spukte schon lange in den Köpfen der Autokonstrukteure herum, denn eine aerodynamische Gestaltung versprach die Fahrleistungen und die Effizienz eines Fahrzeugs zu erhöhen, ohne an der Leistungsschraube drehen zu müssen. Den ersten Höhepunkt dieser Bemühungen stellte Edmund Rumpler 1921 mit seinem Tropfen-Auto auf die Räder, das hochbeinige Gefährt hatte einen Cw-Wert von 0,28, war aber darüber hinaus kein großer Erfolg.
In den Dreissigern versuchte Chrysler mit dem Airflow erneut erfolglos, eine aerodynamische Gestaltung den Kunden schmackhaft zu machen und auch in Europa kamen Stromlinienkarossen wie der Peugeot 402, Adler 2,5 Liter "Autobahn" (Cw-Wert 0,36) und Tatra 77 (Cw-Wert 0,37) auf den Markt, aber auch sie scheiterten mangels Publikumsinteresse. Die Zwangspause des Zweiten Weltkriegs sorgte für ein schnelles Vergessen der Stromlinienform, deren bedeutende Nachteile wie der unübersichtlichen Karosserie und der gewöhnungsbedürftigen Gestaltung sowie aufwändiger Fertigung auch auf keine Renaissance hoffen liess.
Ein neuer Ansatz in Italien
Gänzlich anders schätzten die Situation Alfa Romeo und Bertone ein, die sich zur Entwicklung eines neuen Ansatzes nach dem Ende des Krieges zusammenfanden. Federführend für das Projekt B.A.T. (Berlinetta Aerodinamica Tecnica) war der Designer Franco Scaglione, die technische Basis lieferte der Alfa Romeo Millenove Sprint. Schon 1953 konnten die beiden Unternehmen auf dem "Salone dell'automobile di Torino" den ersten Erfolg ihrer Zusammenarbeit präsentieren, den B.A.T. 5. Das metallicbraune Geschöpf hatte einen Cw-Wert von 0,23 und war der Hammer, wenn auch nicht unbedingt für eine Umsetzung in die Serie geeignet. Doch die Vorteile der guten Aerodynamik überzeugten ebenso wie die Gestaltung, mit dem Vierzylinder Doppelnockenmotor der Mailänder und moderat angepasster Leistung von 115 PS rannte der Wagen fast 200 km/h schnell.
Das Bessere ist des Guten Feind
Ein Jahr später legte Bertone mit dem B.A.T. 7 nach, dank deutlich verbesserter Ausgestaltung der Karosserie realisierten die Italiener mit ihm einen sagenhaft niedrigen Cw-Wert von 0,19. Wieder auf derselben technischen Basis des Millenove basierend liess sich schon im Stand erahnen, dass dieses Auto dem Wind kein Gegner sein wollte, sondern ihn gefühlvoll über diverse Rundungen und Flügel möglichst zügig hinter sich lassen mochte. In einer Zeit, da Grossserienautos mit Finnen und Flossen geradezu gespickt waren und sich den Anschein einer flugzeugähnlichen Form gaben, waren sie im Vergleich zu diesem Fahrzeug doch nur verzierte Badewannen. Doch bei dieser Studie wurden die Nachteile der konsequenten Gestaltung auch offenbar. Denn obwohl die geteilte Heckscheibe wahrhaft riesig dimensioniert war, beschränkte sich die Sicht des Fahrers nach schräg Hinten auf minimale Anhaltspunkte. Dies war definitiv kein Fahrzeug, bei dem das Rückwärtseinparken zum Vergnügen wurde. Diese praktischen Nachteile des Konzeptes führten zu weiteren Entwicklungen.
Flieg nicht zu hoch, kleine Fledermaus
Wieder auf dem Automobilsalon zu Turin präsentierte Bertone zusammen mit Alfa Romeo 1955 den B.A.T. 9. Dieser Entwurf kam einem Serienauto am nächsten, obwohl an der Aerodynamik nur wenige Abstriche gemacht werden mussten. Die aussufernden Flügel waren auf ein erträgliches Maß gestutzt worden. Davon profitierte vor allem die Übersichtlichkeit. Das Fahrzeug war übrigens jahrzehntelang im Besitz eines Prtivatmannes, der mit der einzigartigen Perle des Automobilbaus rund 30.000 Kilometer zurückgelegt hat und damit auch den Bewis erbrachte, dass der B.A.T. 9 alltagstauglich und ausgereift war. Doch vor einer Serienproduktion schreckte Alfa Romeo dann doch zurück, die aerodynamischen Fingerübungen zeitigten nur marginale Einflüsse in die Serienmodelle der Mailänder. Am ehesten ist eine Verwandschaft bei der Alfa Romeo Giulietta Sprint Speciale auszumachen, die auch aus der Feder Scagliones stammt.
B.A.T.-Mobile oder Batmobile, das ist hier die Frage
Ob Bertone und Scaglione bewusst beim Namen auf einen gewissen maskierten Rächer in Gothams Strassen anspielten, lässt sich im Nachhinein nicht ausschliessen. Dem hätte auf jeden Fall ein Dienstfahrzeug aus Italien gut zu Gesicht gestanden und Bruce Wayne hätte auch die nötigen finanziellen Mittel gehabt, um sich ein solche Preziose in die Garage zu stellen. Zu sehen sind alle drei Fahrzeuge im Blackhawk Museum in Danville, CA, wo sie eine dauerhafte Bleibe unter einem Dach gefunden haben.






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Diskussionen
Hallo Peeperkorn,
gratuliere zu dieser schönen Abhandlung über die berühmten B.A.T - Alfas. Diese Autos sind typisch für die damalige Zeit, in der innovative, leistungsbereite und zukunfts-gläubige Unternehmer mit - im Vergleich zu heute - einfachen Mitteln Produkte hervorbrachten, denen man heute noch ehrfurchtsvoll und staunend gegenüber steht. alphamax