BMW 6er E24

Kraft, Eleganz, absolute Alltagstauglichkeit, das alles gekrönt von einem H-Kennzeichen: Die erste Sechser-Baureihe von BMW, intern E24 genannt, verspricht überdurchschnittlich viel Vergnügen fürs Geld. Carsablanca hakt nach, wo beim E24 das Ungemach lauert.
BMW 6er E24

Im Sommer 1976 stellte BMW die Nachfolger der wundervollen Sechszylinder-Coupés vom Typ E9 vor: die Sechser-Reihe. Auch der E24 vereinigt Eleganz mit Kraft, bietet dazu vier vollwertige Plätze und hervorragende Verarbeitung. Die enorm lange Bauzeit spricht für die Qualitäten des Sechsers: Erst 1989 nahm BMW ihn von den Bändern, nach knapp 100.000 Stück.

Frühe Exemplare qualifizieren sich für die historische Zulassung, späte bieten besonders umfangreich Ausstattung und jede Menge Dampf. Das Angebot an Sechsern ist noch immer reichhaltig, allerdings wurden diese Autos von geschwindigkeitsbegeisterten Zweit- und Drittbesitzern oft hart rangenommen. Das macht es schwieriger, ein wirklich gut erhaltenes, unverbasteltes Exemplar zu finden.

Wenig Rost, gute Motoren 

http://www.usautoparts.net/bmw/pics/6er/7092_1024.jpgDie Karosserien des E24 entstanden bei Karmann in Osnabrück. Normalerweise beschert diese Herkunft einem Autobesitzer vor allem Kopfschmerzen. Karmann liebte Blechschachteleien und unzugängliche Hohlräume, in denen sich allerlei Feuchtigkeit unbemerkt ausbreiten kann – das wissen alle Besitzer von Autos mit Karmann-Karosserien, darunter auch Fahrer des BMW E9. Der Sechser E24 ist zum Glück nicht ganz so gestraft mit Rostherden, nicht zuletzt auch dank einer guten Rostvorsorge.

Die Reihensechszylinder gelten als gutmütig, ein Minimum an Wartung natürlich vorausgesetzt. Einzig der 3,4-Liter des 635CSi kann Schwierigkeiten mit der Zylinderkopfdichtung entwickeln, mit einer Bohrung von 93,4 mm ist der Motorblock an die Grenzen des Möglichen getrieben.

Schwachpunkt Vorbesitzer 

http://www.partaj.cz/imgs/nemci/bmw/bmw_635csi_8.jpgDie Achillesferse eines E24 ist also weder Korrosion noch Technik, sondern der Vorbesitzer. Daher sollte der erste Check bei einem angebotenen Fahrzeug der Ausstattung gelten: Sind die Sitze und die Lackierung originalgetreu? Ist die Fahrzeugelektrik durch nachträgliche Einbauten verändert worden? Vor allem aber: Sind Motor und Fahrwerk original oder durch Tuningmaßnahmen beeinflusst?

Wir möchten an dieser Stelle übergeben an den E24-Spezialisten Andreas Claas, auf dessen Webseite www.claasi.de eine detaillierte Kaufberatung zu finden ist. Eine Fundgrube an Information und Unterstützung ist auch die Webseite des BMW 6er-Clubs.

Wer sich für den letzten BMW mit Haifischnase interessiert, kann bereits für sechs- bis siebentausend Euro ein ordentliches Exemplar finden. Topausgestattete 635er kosten auch mal deutlich mehr, besonders in der gewaltigen M-Version mit 286 PS.

Wir empfehlen auf jeden Fall Kontaktaufnahme mit dem 6er-Club, möglichst bevor man einen Besichtigungstermin vereinbart. Allgemeine Tipps und Tricks zum Kauf von Old- und Youngtimern bietet die globale Carsablanca-Kaufberatung.




Autor: Till Schauen (BatsBelfry) am 25.12.2009


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Diskussionen


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Feromat
Feromat 19.08.2008

Rost ist beim Sechser leider doch ein (das Haupt-)Problem...

Sharkhunter
Sharkhunter 10.03.2008

Die 6er wurden ca 86.000 mal gebaut.