Windjammer – Passat Variant LS
Nein, der Passat ist anders. Wie sein Namensgeber ist er der frische Wind im angestaubten und arg angeschlagenen VW-Konzern. Entstanden ist der aufs engste an den Audi 80 angelehnte Passat durch die zusammenarbeit und Freundschaft zweier sich ebenso nahe stehenden Macher: Audi-Entwickler Ludwig Kraus und VW-Chef Dr. Rudolf Leiding.
Leiding, frisch auf den Schleudersitz des VW-Vorstandes gehoben, wischt teure Modellpläne vom Mahagonitisch des Vorstandszimmers und präsentiert seine eigene pragmatische Linie: Mach den Audi 80 zum Fließheck, gebe ihm eine andere Front und schreibe „VW“ darauf – fertig. Zeichne ihm aber auch ein langgezogenes Heck mit tief nach unten reichender Heckklappe und nenne ihn „Variant“ – voilà: Die Segel zu neuen Erträgen waren gesetzt.
Gerade einmal 55 PS besitzt die Grundversion, satte 85 PS zeichnen den Sportler Passat TS aus. Das reicht, um weit vorn in der Mittelklasse mit zu fahren. Der Variant toppt alles bisher im Konzern da gewesene an Laderaum, den Bulli einmal ausgenommen. Von 420 bis 1.320 Liter reicht der Gepäckraum, der nun nicht mehr durch einen Heckmotor beschränkt wird. Der wassergelühlte Vierzylinder dagegen liegt genau richtig auf der angetriebenen Vorderachse und sorgt für ein sicheres Handling. Gleichzeitig steigen die Fahrleistungen und sinkt der Verbrauch des neuen Variant. Und es gibt ihn – endlich! – als Viertürer.
So pfeilt der Passat mit seinem so charakteristischen Pfeifen an den Regenleisten durch den Fahrtwind. Dieses geräusch wird, zusammen mit den hell singenden Motoren, zum Erkennungszeichen der gesamten Generation. Das Modelljahr 1978 bringt eine unschöne chirurgische Plastiknasen-OP mit sich, allerdings auch den 110 PS starken und heute extrem raren Passat GLI.
Extrem rar sind heute jedoch auch die Passat Variant der ersten Phase. Wenige haben dem braunen Tod Paroli bieten können, der Rest wurde als Verbrauchtwagen in den ehemaligen Ostblock exportiert. Der hier angebotene Netzfang weist noch nicht einmal die typischen Hitzerisse des Armaturenbretts auf – seit über 20 Jahren hat das Fahrzeug in einer schattigen Garage parkiert. Das zahlt sich aus – hofft jedenfalls der Anbieter, der trotz des guten Zustands des Wagens übers Ziel hinauspreist. Handeln ist angesagt. In jeder Beziehung.
Ein entsprechendes Angebot finden Sie hier.
Unser heutiger Netzfang hat Ihnen Appetit bereitet? Dann gehen Sie doch selbst einmal fischen – der Carsablanca-Marktplatz hält über 60.000 leckere Angebote bereit.
Die in dieser Rubrik enthaltenen Angebote sind aufgrund ihres Marktcharakters nur temporär aktuell. Die Beiträge bleiben wegen ihres allgemeinen Informationsgehalts jedoch dauerhaft abrufbar. Carsablanca übernimmt trotz sorgfältiger Prüfung keine Haftung für die Inhalte externer Links. Es handelt sich hier ausdrücklich nicht um eine Kaufempfehlung bzw. eine Zertifizierung.


_4170_medium.jpg?1280327439)

_3964_medium.jpg?1280331086)




Diskussionen
@stefano: ja, verlangen kann man den beliebigen preis. nur verkaufen sich 123er t wesentlich häufiger... der passat hier ist eine echte standuhr – wenn auch zu unrecht. für meines erachtens angemessene 3.500 wäre er wahrscheinlich weg – denn du bekommst auch gute granada oder aktuell einen taunus turnier 2.0 GL für unter 3.000. die sind dann wahrscheinlich nicht perfekt, aber gut.
p.s.: einen wirklich schönen 123 t zu finden kann durchaus ein problem sein. ich zumindest suche gerade und finde mich regelmäßig nörgelnd bei mobile.de ... :-)
@knutzimonster: ich habe leider all mein Geld schon in Blech investiert, wie Du auf meiner Profilseite sehen kannst. Und ein 1967er Toronado kommt in den nächsten Wochen dazu, damit mein Geld nicht nutzlos auf dem Konto vergammelt.... ;-)
Aber trotzdem Danke für das Stichwort: einen schönen und gut erhaltenen Mercedes zu finden ist kein Problem. Deshalb sind die auch günstig im Vergleich zum Gegenwert, den sie bieten. Dagegen ist nichts einzuwenden und ich freue mich über jeden W123T, der mir begegnet.
Aber finde mal einen Passat, Ford Granada oder Ähnliches der 1. Serie als Kombi in gutem Zustand. Sie sind von Handwerkern verbraucht oder gen Bosporus verkauft worden. Wer noch einen hat, kann deshalb fast jeden beliebigen Preis dafür verlangen.
@stefano: überweist du mir was? ich würde im gegenzug versprechen, den automobilen gegenwert deines durch mich investierten geldes sorgsam zu behandeln :-)
ich denke, die sache hakt einfach im kopf: ich gäbe eventuell 5.000 euro für ein gepflegtes 123er t-modell aus, aber nicht 8.500 für passat & co. diese sind mir noch zu sehr als "verbrauchsgegenstände" in erinnerung. aber schön – seufz! – sind sie allemal...
Ich finde, das der Wagen überhaupt nicht zu teuer angeboten wird. Ich habe für meinen 1973er Granada in Zustand 1- auch 12'500,- Euro bezahlt. Wenn man ein günstigeres Auto in Topzustand versetzen will, kommt man auf einen ähnlichen Betrag und verliert noch viel Zeit dabei.
Diese Autos muss man dann kaufen, wenn sie angeboten werden. Egal, was sie kosten. Die 8000,- Euro hat man bald irgendwie verdaut. Der Ärger, dass man nicht zugeschlagen hat, nur weil man meint, irgendwann noch günstiger zu so einem Superauto wie diesem Passat zu kommen, ist hinterher viel grösser!
Also: just do it!