VW: Das Werk der Briten
Die Jahre 1945 bis 1949 des Volkswagenwerks sind auch interessierten Menschen seltsam unbekannt. Zwischen Kapitulation und Nordhoff lagen vier entscheidende Jahre: Erst die Anstrengungen der britischen Verwalter machten Werk und Produkt zu einem lebensfähigen System. Briten retteten das Werk am Mittellandkanal vor dem Abriss, brachten die Produktion in Gang und machten das Produkt dieses Werks serienreif. Als Heinrich Nordhoff kam, war das Schwerste getan.
Was sich im Einzelnen ereignete, kann man in "Das Werk der Briten" nachlesen. Und es ist spannende Lektüre: Materialknappheit, Arbeitskräftemangel, Notstand bei Unterkünften und Ernährung – es ist erstaunlich, dass die "Wolfsburg Motor Works" trotz dieser Hindernisse überlebten. Dieser Band hält erstaunliche Erkenntnisse parat. So war der Volkswagen war nämlich anno '45 noch längst nicht serienreif, das zeigten zahlreiche Schäden, die die ersten Exemplare entwickelten. Die Briten legten also die Basis für die überragende Qualität, die den Käfer später auszeichnete.
Diese Schrift ist Teil der Schriftenreihe Historische Notate, die die Volkswagen AG herausgibt, um die eigene Vergangenheit aufzuarbeiten und zu dokumentieren. "Volkswagen ist die einzige erfolgreiche Automarke, die von Briten aufgebaut wurde." Ein launiges Zitat steht am Ende, aber ein durchaus berechtigtes.
Markus Lupa: Das Werk der Briten. Volkswagenwerk und Besatzungsmacht 1945-1949. Wolfsburg 2005. ISBN 3935112009, ca. 14 EUR.








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