Le Pur Sang
Das Vollblut – so pflegten Ettore Bugatti und sein Sohn Jean Bugatti ihre sündhaft teuren Gefährte liebevoll zu titulieren. Und die Reichen dieser Erde pilgerten ins Bugatti-Werk, um dort ihre Traumfahrzeuge in Empfang nehmen zu dürfen. Zu den schönsten, rarsten und begehrtesten Bugatti-Modellen gehören zweifellos die Fahrzeuge des Typs 57S, die mit ihren extravaganten Karosserien, dem kraftvollen 3,3-Liter-Reihenachtzylinder und ihren exorbitanten Preisen nur wenigen Menschen vorbehalten waren.
Rollende Skulpturen, Millionen schwer
Und so entstanden auch nur 42 Exemplare, eingekleidet im Werk nach einem Entwurf von Jean Bugatti oder von den Karossiers Gangloff, Corsica, Van Vooren und Vanden Plas: rollende Skulpturen, die heute Millionen wert sind – und (wenn sie denn einmal zu sehen sind) bei den Concours d`Elegance in Pebble Beach oder an der Villa d`Este Pokale abräumen.
Mehr als 20 Jahre hat es gedauert, bis Bernhard Simon und Julius Kruta die Geschichte dieser 42 Fahrzeuge minutiös nachvollzogen hatten. Das Ergebnis ist ein hinreißender (leider nur auf Englisch betexteter) Band, der nicht nur mit der Fülle alter und neuer Fotos der Fahrzeuge fasziniert, sondern auch das soziale Umfeld beschreibt, in dem diese Luxusgüter produziert wurden. Selten wurde es deutlicher, dass auch Automobile ihre eigenen Lebensgeschichten haben.
The Bugatti Type 57S – Evolution, Prototypes, Racing Cars, Production, von Bernhard Simon und Julius Kruta. Ein tolles Buch, das in einer Auflage von 1200 Exemplaren (€ 125,--) oder einer auf 200 Exemplaren limitierten und signierten Luxus-Version, die in Ciur Pork gebunden und mit einem Schuber umhüllt ist (€ 225,--) Jeweils plus Versandkosten über Bernhard Simon, Emil-Claar-Str. 20, D 60322 Frankfurt zu bestellen.


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