Was darf ein "Scheunenfund" kosten: Käfer 1951
- gefragt am 29 Dec 17:00 von conte
Habe da einen Scheunenfund gemacht: Der Käfer 1951 stand seit 1968 in einer Scheune und wurde nie bewegt. Dank Stroh und Staub hält sich der Rost in Grenzen. eine erste Diagnose ergab zwar Oberflächenrost, aber keine Durchrostungen, Fahrzeug ist komplett, mit Winkern, keine Umbauten. Motor lässt sich von Hand drehen, also nicht fest nach 40 Jahren..... Bin am Ueberlegen, ob ich zugreifen soll. Wo liegt hier aktuell die Verhandlungsbasis?
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Arabaer schrieb am 30 Dec 00:25
Wow!weia!uiuiui...sowas zu finden,ist schon was wert...aber einen wert zu beziffern,sehr schwer...
vorallem ohne Bilder.Angesichts der Standzeit in der Annahme,dass wirklich alle Teile Original sind,ist er meiner Meinung nach mehr wert,als ein neuer Kleinwagen.Aber das ist subjektiv !!!
Viel wichtiger ist vor dem Kauf der Gedanke,was daraus gemacht werden soll.Denn durch übereiltes frisch-lackieren-zum-laufen-bringen-als-restauriert-verkaufen mindert man den Wert stärker,als im Belassen der derzeitigen Patina....auch subjektiv...abgesehen von einem Bericht im letzten Oldtimer-Markt und den Leserbriefen dazu im neuen...Wie auch immer...ein paar von den Scheinen,die man nicht von der Polizei wegen Geschwindigkeitsübertretung gewechselt kriegt,muss man(n) hinblättern.Oder mit sehr viel Gück und einem Lächeln das neue Jahr beginnen.....
(Bitte 2 Fotos für mich:eins vom Käfer,und eins vom Lächeln...
Keep on running...Arabär
Friedolin schrieb am 31 Dec 14:03
Das scheint ja der klassische Scheunenfund zu sein. Den Wert eines solchen Fahrzeuges zu taxieren ist nicht so einfach. Käfer wurden in der langen Bauzeit oftmals auch im verborgenen "erneuert". Das Blech ist bei der Preisfindung fast nebensächlich. Wichtiger ist die originale Ausstattung. Der Motor könnte gewechselt sein, die Innenausstattung mit neuen Komponenten ergänzt sein. Ein 51ziger Modell müsste Rheumaklappen in den vorderen Seitenwänden haben, Brezelfenster und ein Armaturenbrett mit zwei Fächern links und rechts. Türen ohne Dreiecksfenster. Die Seitenverkleidungen sind mit Stoff bezogen. Der Originalmotor hat eine Einrohrauspuffanlage und Pilzluftfilter. Mit der Motornummer könnte man Typ und Baujahr bestimmen. Oftmals wurden auch die Stoßstangen gewechselt. Die originalen sind flacher und verfügen mittig über eine Sigge. Mit ein ein paar Bildern könnte ich mehr sagen.
Je nach Zustand und Orginalität sind Preise so ab 8000 € einzuplanen.
bjoern schrieb am 02 Jan 15:48
Hallo,
vielen Dank für Deine Anfrage – und Gratulation zum Scheunenfund. Also: Der Wert eines Brezelkäfers wird immer durch das Baujahr, den Zustand und die Originalität bestimmt. Leider wurden im Laufe eines Käferlebens häufiger mal die Teile durch jüngere ausgetauscht – denn irgendwie passt ja alles an einen Käfer. Ein mittelprächtiges Restaurationsobjekt aus dem Jahr 1951 beginnt bei etwa 3000 Euro. Dann sind aber viele rare Originalteile nicht vorhanden. Grob sind folgende Punkte wertsteigernd, wenn sie am Fahrzeug sind:
Die originalen vordern Koftflügel beim Exportkäfer haben jeweils ein rundes Hupenziergitterloch sowie ein Metallrohr, durch das das Scheinwerferkabel geführt wird. Oft wurden diese gegen die späteren Kotflügel mit ovalen Loch ausgetauscht.
Die hinteren Kotflügel haben unterm Rücklicht eine Prägung, ebenso ist die Schraubkante zwischen den Schraublöchern geprägt.
Die Stoßstangen haben in der Mitte eine Sicke, sehen so aus wie auf meinem schwarzen Cabriolet.
Die Zierleisten sind ebenfalls gesickt und bestehen aus nichteloxierten Aluminium.
Die Felgen waren original 16-Zoll – wurden oft gegen 15-Zöller ausgetauscht.
Der Originalmotor ist ein 25,5-Ps-Triebwerk, oft hat man aber eine 30-PS-Maschine eingebaut. Diese kann kann daran erkennen, dass auf der Seitlichen Zylinderabdeckung oben jeweils zwei „Blechbuckel“ sind.
Bei den Winkern gibt es sogenannte Rillenwinker, die aussen auf dem Blech sichtbare Schrauben haben – und die später verbauten glatten Winker.
Die Motorhaube hinten hat eine W-Förmige Prägung mit einer kleinen „Papstnase“ als Kennzeichenleuchte. Der Griff zum Öffnen sieht aus wie ein „L“. Spätere Hauben passen auch und wurden oft nachträglich montiert. Der Haubengriff ist „T-förmig“.
Sind alle diese Originaldetails am Wagen vorhanden, kann man ruhig das Doppelte für den Scheunenfund ausgeben. Vorrausgesetzt, die Blechsubstanz ist relativ gut und der Restaurationsaufwand ist relativ überschaubar.
Mit freundlichen Gruessen Björn Schewe
magnum1 schrieb am 10 Jan 19:27
Moin,
1951er ,das ist schon ein interessantes Fahrzeug dieser Dickholmer.
Da unverbastelte Objeckte immer seltener werden ,bitte genau hinschauen nach nicht fachgerechten Schweißarbeiten im Bereich Seitenschweller/Hütte.
Die Käfer haben auch den Schwachpunkt vorne Vorderachse und Rahmenkopf durch zu rosten was dann zu erheblichen Reparaturen führt. Alle anderen Blecharbeiten lassen sich relativ leicht ausführen.
Wenn die obigen Fehler ausgeschlossen werden können, ist ein Preis von 2000 - 3000.- realistisch.
Denke aber bitte daran ,das die gleiche Summe nochmal fällig wird für neue Bremsen,Batterie,Reifen, Dichtungsgummis,Motor Kleinteile,Lack und,und,und
mfg
andreas
PS. mach mal ein paar Bilder und schick sie mir per Mail
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