Verarbeitung Wasserlacke?
- gefragt am 14 Jan 16:14 von Wolli
Ich stehe gerade vor dem Problem, vier Türen und den Heckbereich meines neuen alten Sommerautos zu lackieren. Allerdings gibt es seit 01.01.08 keine Acryllacke mehr, die man mit Hobbyausrüstung lackieren kann. So`n Mist, und nu? Die neuen, wasserbasierenden Lacke soll man laut Lackierer nur noch mit Spezialausrüstung verwenden können, außerdem verderben die nach nem halben Jahr (Wasser -> organisch). In Sprühdosen gibt es den Lack noch, darauf will ich aber eher nicht ausweichen!
Viele Grüße
Lars
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Bluenote schrieb am 02 Feb 19:12
Hi Lars,
Dein Lackierer hat recht, Wasserlacke sollten nur in entsprechend ausgerüsteten Lackierkabinen verarbeitet werden. In der Garage ist es prinzipiell auch möglich, dauert aber sehr lange, da die Wasserbasislacke sehr langsam trocknen. Je nach Hersteller werden 1,5 bis 2,5 Spritzgänge aufgetragen, von denen jeder gründlich ablüften, bzw. trocknen sollte. Danach kann Klarlack aufgetragen werden wie gehabt. Erkundige Dich nach einem Klarlack, der auf Deinem Basislack funktioniert. Am besten vom selben Hersteller.
Aber mal ehrlich: vier Türen und ein komplettes Heck mit einer Hobbyausrüstung lackieren? Das sind ziemlich große Flächen und die Gefahr, das da irgendetwas schiefgeht ist groß. Wäre schade um die Arbeit und das teure Material, das sollte am besten vom Fachmann gemacht werden, auch wenn es ziemlich teuer ist.
Gruß
Cord
Bluenote schrieb am 02 Feb 19:52
Nachtrag zur Antwort: Über die richtige Lackierpistole, Spritzdruck, Druckluftaufbereitung etc. brauchen wir hier nicht zu reden. Wasserlacke sind sehr empfindlich gegenüber Kälte, Fettrückständen auf der Oberfläche und zu grobem Schliff. Staubeinschlüsse lassen sich meistens auch nicht mehr aus dem Basislack herausschleifen wie früher. Alles in allem sind sie in der Verarbeitung sehr anspruchsvoll geworden und sollten wirklich am besten vom Fachmann verarbeitet werden.
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