Reinigung u. Pflege
Hallo Gemeinde, haben seit ein Paar Tagen einen 67er Impala in der Garage stehen. Der Wagen befindet sich soweit in originalem Zustand, auch der Lack. Hat jemand einen Tip welches Reinigung oder Pflegemittel man am besten einsetzen kann ohne den Lack zu sehr zu strapazieren.
Mfg
Antworten
Lilian schrieb am 06 Jul 10:41
Moin,
ich werde hier gleich wieder eine hitzige Diskussion lostreten. Aber egal: viel, viel, viel fließend Wasser und ein Microfasertuch. Kann jetzt nicht beurteilen, ob da sooo viel Restdreck (Straße, Öl, alte Politur etc...) drauf ist, dass Du tatsächlich mal mit "Seife" reinigen müßtest. Ansonsten vielleicht 1x Lackreiniger und dann 1x Politur (nicht unter 5 Stunden Arbeit zu machen!). Danach reicht dann wieder Wasser und Microfasertuch. 1x im Jahr eine Politur. Hasst Du Weißwandreifen? Dann Zahnpasta (wirklich!) und Nagelbürste ;) bei Chromteilen (auch mit Flugrost) schwöre ich seit Jahren auf den "Universalstein". Da hälte keine ach so teure Polierpaste mit! Bei Leder am besten mit einem Tuch, angefeuchtet mit Perwoll (ja, das "mit Perwoll gewaschen" -Perwoll) -Wassergemisch, mit klaren Wasser (feucht!) nachwischen. Natürlich auf keinen Fall das Leder nass machen. Bei Kunstleder aus dem Drogeriemarkt ganz banales Sidol-Kunststoff-Reiniger.Llöst auch alten Dreck und auch da wieder mit klarem Wasser ( nur feucht) nachwischen.
Viel Erfolg!
monotype schrieb am 06 Jul 12:36
Huhu. Oha, jetzt muss ich wirklich hitzig diskutieren;) Aber es gab doch ein "OldtimerMarkt" Sonderheft zum Thema Autoreinigung. Und daraus erinnere ich zwei grundsätzliche Vorgaben:
Unbedingt rückfettendes Autoshampoo verwenden, niemals Spülmittel, Seife oder Waschmittel, da all das angeblich dauerhaft den Lack zerstört. Und zweitens Lackpolitur nur, wenn es unbedingt sein muss. Jede Form von Lackpolitur oder -noch intensiver- Lackreiniger ist abrasiv. D.h. Du trägst Lack ab. Und den Lack komplett bis auf die Grundierung wegzupolieren geht erstaunlich schnell...;) Das habe ich nicht nur gelesen, das weiss ich...;))
Hingegen unbedingt zu empfehlen: 1 bis 2x im Jahr Hartwachs auftragen, auch auf das Chrom. Gibt es in jedem Baumarkt oder Autofachhandel. Heisswachs aus der Autowaschanlage bringt hingegen gar nichts. Kann man leicht überprüfen: Wenn das Wasser auf dem Lack bei Regen (oder Wäsche) richtig perlt, ist alles gut, wenn es aufhört, zu perlen, entsteht langsam Handlungsbedarf. Heisswachs perlt schon nach drei Tagen nicht mehr... Wer es ganz genau wissen will: Das Sonderheft "Autopflege" gibt es noch, guckst Du hier: http://www.oldtimer-markt.de/#3324260
Ach ja: sehr viel Wasser und Microfasertuch zu verwenden wurde dort auch empfohlen.
dmeyer13 schrieb am 08 Jul 19:19
Vielen dank für eure Antwort.
Haben das Schätzchen mit einem milden Autoshampoo gereinigt und anschliessend gleich mit einem Wax und Mikrofaserhandschuh eingerieben. Auf jeden Fall stand das Auto nach der Reinigung sehr gut da. Politur haben wir uns geschenkt weil wir uns das mit dem schleifeffekt schon gedacht haben.
grüsse und allzeit gute Fahrt, Dirk
stude schrieb am 09 Jul 12:44
Hallo,
hatte das Problem "Originallack" auch mit meinem 59er Edsel.
Nach langem überlegen dann doch lieber ein paar € in Fachmann investiert (vorher Reverenzen einholen).
Der hat den inzwischen etwas stumpfen Lack erst profesionell gereinigt und dann haben wir mit SwissOil versiegelt und poliert.
Resultat: glänzt (fast) wieder wie neu und (wenn ihn doch mal ein Regenschauer erwischt) Wassertropfen können mit Mikrofasertuch rückstandsfrei abgewischt werden. Hält nun schon 1 Jahr.
Dringend (aus eigener, leidvoller Erfahrung) abzuraten ist von modernen Nano-Versiegelungen. Alte Lacke haben keine Klarlackschicht, bei reinigen oder anschleifen öffnen sich die Poren und - da die Nanoteilchen im Prinzip aufeinandergefürfelte Pyramieden sind - kann anschließend Regenwasser durch feinste Risse eindringen und dauerhafte Flecken und Ränder hinterlassen.
Ansonsten schließe ich mich den kompetenten Aussage von @Lilian an :-))
Jetzt antworten




_1089_medium.jpg?1280332297)



