Citroen-BX in der Hocke
- gefragt am 21 Feb 15:01 von Citronio500
Bin seit kurzem Besitzer eines Citroen BX 14 TGE Selection, Bj. 89, 89000 km, 1.Hand, top gepflegt etc.
Nun aber zu meiner Frage:
Nach dem Abstellen des Autos sinkt er nur hinten ab, geht quasi in die Hocke. Die Stellung hält bis zum nä. Morgen an....sieht schon komisch aus!
Ist das ein Grund zur Sorge, oder normal? Kann ich mir nicht vorstellen!
Wer weiß Rat, ist vielleicht etwas defekt oder eingerostet?
Gruß
Citronio500
Antworten
Reporter schrieb am 23 Feb 11:19
Das Phänomen kenne ich von meinen ehemaligen BXen auch. Die Hydopneumatic hält auf Dauer den Druck nicht hundertprozentig, und Undichtigkeiten machen sich erstaunlicherweise immer zunächst im Heckbereich bemerkbar. Eine Einschränkung der Alltagstauglichkeit geht damit aber nicht einher, erinnert sich der
Reporter
crazy4citroen schrieb am 25 Feb 18:50
kann mich dem Vorredner anschließen, dass das ganz normal ist und nicht einmal zwingend was mit Undichtigkeiten im System zu tun haben muss. Die Geschwindigkeit, mit der die Karre absackt, sagt dir nur etwas über den Zustand der Kugeln und des Hauptdruckspeichers. Solange aber keine grünen Pfützen unter dem Schätzchen sind, ist das Problem nicht gravierend. Bei meinem GS ist es aber z.B. so, dass er erst vorn in die Knie geht, sieht fast noch blöder aus... Wenn der Wagen aber ewig braucht, bis er nach dem Anlassen des Motors wieder oben ist, dann ist Handlungsbedarf da. Dann kann es jedoch auch sein, dass deine Hydraulikflüssigkeit noch großteils Erstbefüllung ist und mal getauscht werden müsste.
Grüße, Thorsten
createur_du_malheur schrieb am 09 Mar 08:07
Das er absinkt ist zunächst mal völlig normal und kein Defekt. Beim BX sind meist im Laufe der Jahre die vorderen Federbeine etwas schwergängig, so dass er dort wegen der inneren Reibung der Federbeine oben bleibt, obwohl der Druck, genau wie hinten, weg ist. Sieht seltsam aus und ist nur durch neue Federbeine zu beheben. Die sind aber nicht ganz billig bzw. gebraucht auch meist schon verschlissen. Ich würde es also lassen wie es ist.
Citroenist schrieb am 12 Apr 14:08
Salut!
Dass u. a. der BX zuerst hinten in die Knie geht, ist systembedingt erklärbar, selbst wenn die Federzylinder rundum neuwertig sind.
Gewisse interne (!) Verluste sind bei der Hydraulik völlig normal und konstruktiv eingeplant (daher "Lecköl-Rückführungen" wohin man schaut...). Sie vollziehen sich an den Federzylindern selbst, an den Niveaukorrektoren, am Bremsventil und ggf. an der Servolenkung - alle Komponenten hängen bei einem klassischen "Hydropneumaten" am zentralen Hydrauliksystem.
Da die hinteren Zylinder über einen Hebel indirekter wirken als die vorderen in McPherson-Anordnung, wirkt sich dort der Verlust viel schneller und deutlicher aus.
Zudem gibt es ein Sicherheitsventil, das bei Unterschreitung eines Mindestdruckes im Speicher die Federungskreisläufe von der Zentralhydraulik abschottet, um Reserven für die Bremse sicherzustellen.
Völlig entkoppelt wird dabei aber nur die vordere Fahrwerks-Hydraulik - hinten bleibt aufgrund der lastabhängigen Bremskraftregelung der Verbund mit dem Bremsventil erhalten (im Falle eines Pumpen-Ausfalls kann so der Druck aus dem hinteren Federungs-Kreislauf als zusätzliche Reserve für die Bremse genutzt werden).
Dadurch ist hinten ein Verlust-Verursacher mehr im Spiel.
Mit zunehmendem Alter und Verschleiß werden die Verluste größer: Hielt ein BX im Neuzustand das Heck noch zwölf Stunden in der Schwebe, kann er mit 200 tkm schon nach 20 Minuten "heruntergefallen" sein.
Handlungsbedarf besteht dadurch aber noch nicht.
Erst wenn der Regler-Interval ausnehmend kurz wird (wenn es also alle paar Sekunden "klackt" bzw. die Pumpe auch im Stand nahezu im Dauerbetrieb läuft, was auch auf einen verschlissenen Druckspeicher hinweisen kann), sollte man etwas unternehmen.
Bei meinem D-Modell z. B. kann man übrigens nach dem Schalten des Sicherheitsventils fast zugucken wie das Heck sinkt. Die Front folgt Stunden später.
Macht aber nix - für eine fast 40 Jahre alte Hydraulik vollkommen akzeptabel... :o)
Also - wie die Vorredner auch schon sagten: Keine grauen Haare wachsen lassen - alles im normalen Rahmen...!
LG
Marc
BXIG schrieb am 17 Apr 21:40
Hallo!
Das ist ein rein optisches Problem. Der Grund für das hintere Absinken sin dinnere Leckagen des Bremsventiles, Dies haben KEINERLEI Einfluß auf die Bremsen oder Federung, sondern durch die Jahre verschleißen die Ventile in dem Bremsventil und der Rückfluß des hinteren Federungskreislaufes erhöht sich.
Ergo sinkt der Wagen hinten schneller ab, als vorne.
Das Phänomen sieht man bei allen Citroens mit Zentralhydraulik, also bis einschl. Xantia I.
AmiSuper schrieb am 24 Apr 15:28
Das ist ganz normal. Die Hydraulik verliert relativ schnell ihren Druck. Deshalb sinkt ein BX, CX oder DS meist schon nach 1 Stunde ab. Wenn die Federkugeln nur noch wenig Restdruck haben auch schneller. Das besondere beim BX sind die vorderen Federbeine. Die klemmen gerne ein wenig. Deshalb ist er auch morgends noch vorne oben. Wenn man dann vorne runterdrückt fällt er richtig runter und bleibt auch unten bis man den Motor startet. So war es zumindest bei meinen 2 BX die ich in der vergangenheit hatte.
Gruß
AmiSuper
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