Im Grunde genommen war ich kein sonderlich auf Autos fixierter Mensch. Deshalb hatte ich auch nicht gerade einen Begeisterungsausbruch als mein damaliger Geschäftspartner mir von einem alten 911er erzählte, der bei einem Opel-Händler in Groß-Gerau stehen sollte. Der Besitzer hatte ihn beim dortigen Händler gegen einen Kombi eingetauscht. Weil seine Ehefrau zur damaligen Zeit schwanger war und sich ihrer Meinung nach der Transport eines Kinderwagens und der Besitz eines Sportwagens nicht unbedingt miteinander vereinen baren lassen. Da bekanntlich Frauen, insbesondere in der Schwangerschaft, immer Recht haben, willigte der Ärmste schweren Herzens in diesen Kuhhandel ein. Der Opelhändler, von diesem seiner Meinung nach nicht in seine Verkaufspallette passenden „Ding“ ohnehin nicht sonderlich begeistert, wollte selbigen schnellstmöglich vom Hofe haben. Bevor ich den Wagen zu Gesicht bekommen hatte, war ich davon überzeugt, dass der Kauf oder eine Beteiligung daran für mich nicht in Frage kommen würde. An einem verregneten Oktobertag ging es dann zur Besichtigung des Wagens. Dort kam zur Sprache, dass der Erstbesitzer ein Architekt war, der beim Bau des Porsche-Center Frankfurt beteiligt war. Mit dieser und einigen weiteren Informationen ausgestattet und dem Wagen erstmals gegenüberstehend war ich begeistert und dem Kauf nunmehr sehr zugetan. Nun hieß es noch, meinen Geschäftspartner gleichermaßen zu überzeugen und dem Kauf würde nichts mehr im Wege stehen. Nach kurzer Zeit war ich zusammen mit meinem Geschäftspartner stolzer Besitzer eines Porsches 911 Baujahr 1969. Als wir den Wagen kauften zeigte der Tachostand 28.000 km. Aufgrund der Tatsache dass der Wagen die folgenden 3 Jahre mehr oder weniger in einer Tiefgarage zubrachte, wies der Tacho nach dieser Zeit einen Stand von ca. 30.000 km auf. Jetzt hieß es: Wagen restaurieren oder was? Hierüber waren wir geteilter Ansicht, sodass wir uns entschieden, den Wagen wieder zu verkaufen. Ein Käufer war schon in Sicht, nämlich ich. Mit der Alleinherrschaft über den Wagen ausgestattet, entschied ich mich fürs Restaurieren. Der Wagen war wohl im allgemeinen guten Zustand, ohne Rost, aber er wies rundum kleine Kratzer und auch kleinere Beulen auf. Der Lack war matt und naturgemäß etwas abgestumpft. Auch einige Dichtungsgummis waren mit den Jahren porös geworden. Ich gab meinen neu erworbenen Schatz in die Hände von Herbert Rümpelein, Frankfurts sogenannter „Porsche-Gott“. Ihm ist es gelungen, unter Investition von viel Liebe und Einsatz und nicht zuletzt einer gehörigen Portion Könnens, den Wagen in einen wunderbaren Zustand zu versetzen. In der Zeit in der der Wagen in den Händen Herbert Rümpeleins war, was ein gutes Jahr ausmachte, stattete ich der Werkstatt immer wieder mal einen Besuch ab und konnte so im Gespräch mit Herbert Rümpelein einiges über Porsche lernen und der Verwandlung meines Wagens beiwohnen. Nicht zuletzt traf ich bei meinen Besuchen auch auf Gleichgesinnte und interessante Leute.
Der 911er
Fahrer peter
| Eingestellt am: | 20.02.2008 | Zuletzt bearb.: | 20.02.2008 | Gelesen: | 39 | Nominierung: | – |
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Der 911er
Über: Porsche 911
Vom: 20.02.2008
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Diskussionen
Gibt es diesen Porsche Gott noch und wie kann ich ontakt aufnehemen?
Eine Gesichte, wie das Leben sie schreibt.... schöner Wagen. Gute Fahrt.
Schönes Auto - weiterhin viel Spass !
Weiterhin viel Freude !