Es handelt sich um ein Fahrzeug der ersten Serie mit geteilter Frontscheibe und ab Werk installierter elektrischer Dachmechanik.
Lt. Auskunft der Fa. Peugeot gehören Fahrgestell-, Motor- und Karosserienummer zusammen und entsprechen - bis auf den wohl Ende 40er Jahre vorgenommenen Umbau der Front - dem Auslieferungszustand.
Weltweit sind im Augenblick von den frühen 2/3-Sitzer - Eclipse der Karosserieform „E4“ nur noch drei Exemplare bekannt
Nach Recherchen bzw. Auskunft des Internationalen Eclipse-Registers ist der Wagen im ersten Quartal 1936 hergestellt worden.
Die Auslieferung nach Nizza wurde laut vorliegender Info der Fa. Peugeot aber erst per 30.6.1937 durchgeführt. Zu dieser Zeit wurde die Karosserieform „E 4“ der ersten Serie definitiv nicht mehr gebaut.
Nachdem die „Eclipse“-Varianten dem obersten Preissegment zuzuordnen sind, wurden die Fahrzeuge nur bei vorliegender Bestellung gefertigt.
Es ist unwahrscheinlich, dass ein solches Fahrzeug über 1 ½ Jahre „auf Halde“ stand. Das legt die Vermutung nahe, dass – unabhängig davon, ob eine Bestellung geplatzt ist oder Peugeot ihn gleich für Werbezwecke gebaut hat - der Wagen von Peugeot in den Jahren 1936 und 1937 genutzt worden ist. Die wahrscheinlichste Einsatzmöglichkeit war die Ausstellung auf diversen Fahrzeugmessen. Insoweit ist zu unterstellen, dass es sich um einen der Wagen, die beim Genfer Salon und bei der Pariser Autoschau etc. gezeigt wurden, handelt.
Nach der Auslieferung verliert sich die Spur des Wagens zunächst. Die Kriegsjahre wird er wegen des Standortes Nizza, der im unbesetzten Teil Frankreichs liegt, ohne Requirierung zum Militär unbeschadet überstanden haben.
Anfang der sechziger Jahre taucht der hier zu sehende „E4“ in der Schweiz mit der veränderten Front – wohl angelehnt an die Le Mans-Rennwagen der 402 Serie mit „Darl’Mat-Roadster-Karosserie“ bzw. zeitgenössische Delahaye und Delage - wieder auf.
Wann, warum und von wem der Umbau, der handwerklich sehr professionell gemacht ist, vorgenommen wurde, ist nicht bekannt. Aufgrund stilistischer Ähnlichkeiten, der verwendeten elektrischen Bauteile und des Standortes in der Schweiz ist es aber wahrscheinlich, dass er Ende der 40er/Anfang der 50er Jahre von der Fa. Graber oder bei Carosseriebau Worblaufen ausgeführt wurde. Für beide Firmen ist nachgewiesen, dass sie sich mit Umbauten von Peugeot 402 z.B. zu Cabriolets beschäftigt haben.
Letzter bekannter Schweizer Besitzer war die Fa. Autoverwertung E. Joller aus Neuenkirch/Kanton Luzern. Im Jahr 1964 wird der Wagen von Herrn J. Neubert aus Kornwestheim, Besitzer eines Autohauses, gekauft, damit vor der Ver-schrottung gerettet und nach Deutschland gebracht. Die Zoll- und Einfuhr-papiere dazu liegen im Original vor (Zollnummer F IV/64 Nr. 1281, Datum 30.12.1964).
Kurz darauf begann Herr Neubert zusammen mit dem befreundeten Hans Grieger die Wiederinstandsetzung. Im Jahr 1975 – also mehr als 12 Jahre nach dem Kauf - fuhr der Wagen wohl erstmals wieder aus eigener Kraft, nachdem von beiden sehr viele Wochenenden investiert worden waren. Leider ging es dem Autohaus Anfang der 80er Jahre schlechter. In diesem Zusammenhang kam es zum Zerwürfnis zwischen den Freunden, das bis zum Einsatz von Anwälten führte. Endergebnis dieser Auseinandersetzung war, dass der Eclipse beschlagnahmt und Herrn Grieger übereignet wurde. Dieser hatte dann keine Zeit mehr, sich um den Wagen zu kümmern, da er langjährig in den USA lebte. Letztmalig aus eigener Kraft wurde der „Nautilus“ laut Auskunft eines Freundes von Herrn Grieger, der dabei war, ca. 1989 bewegt, als er auf Achse in eine Garage in Heuchlingen gefahren wurde. Dort wurden alle vorhandenen, weitgehend demontierten Teile hineingepackt. Im Anschluß fiel er in einen Dornröschen-schlaf und wurde praktisch vergessen.
Erst durch den Tod von Herrn Grieger im Jahr 2005 wurde die Existenz des Wagens einem sehr kleinen Kreis von Eingeweihten wieder bekannt und im Mai 2007 konnte er vom jetzigen Eigentümer Michael Kreuz erworben werden.
Der Wagen wird hier erstmals seit über 40 Jahren der Öffentlichkeit gezeigt und befindet sich in dem Zustand, in dem er im Mai 2007 vorgefunden wurde.

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