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Opel Kadett City 06.08.2011

Über: Opel Kadett

Ein besonderes Fahrzeug

Dies ist nicht ein eigenes Bild , aber so hat der der Kadett City von uns ausgesehen

Dies ist nicht ein eigenes Bild , aber so hat der der Kadett City von uns ausgesehen

Unser City Kadett

Gebraucht gekauft im “Juli 1977 , 30 000 Km ,
1 Vorbesitzer “, beim hiesigen Opelhänder , das Autohaus Weis ,in Hofheim am Taunus , den es leider nicht mehr
gibt , denn die Mitarbeiter haben sich damals noch echt um die Kundschaft bemüht , und immer ein offenes Ohr für ihre Kundschaft gehabt wenn es Probleme gab . Egal ob man einen großen , oder kleinen Wagen , eine neuen oder gebrauchten dort gekauft hatte , war ganz egal . Alle waren Kunden , und so haben sich die Mitarbeiter um das Wohl ihrer Kunden und dessen Autos bemüht . Da kam es schon mal vor das der Autoverkäufer selbst mal zu Hause vorbei kam , um sich zu erkundigen ob alles in Ordnung sei und ob er was tun könne für den Kunden . Ein echter Familienbetrieb eben , der mit “Opel “und seinen “Opelfahrern” verwachsen war . Das findet man heute nicht mehr oft , denn die “Neuen” wollen nur verkaufen und dann am besten nichts mehr von den Kunden wissen wollen .

Es gibt wie immer Wagen die man besessen hat , die hat man eben besessen , das war’s aber auch schon . Irgendwie weint man dem ehemaligen Gefährt , wenn es entsorgt wird , keine Träne nach . Irgendwie hat das Ding keine Seele , das ist eben nur ein Gefährt und sonst nichts .

Dann gibt es das Auto , das man kauft , egal ob gebraucht oder neu , in dem man hinein steigt , und ohne das man einen Meter gefahren ist der “ Aha - Effekt “ da ist . Das ist als wenn man ein paar Schuhe kauft und die sofort passen , die man am liebsten nicht mehr ausziehen möchte , oder auch ein Kleidungsstück , das man anprobiert und sich sofort darin wohlühlt .

So ein Gefühl hatte ich damals als wir den
“Opel Kadett City “gekauft hatten , ich hatte das Auto gesehen und ich hätte bei Gott kein anderes Auto an diesem Tag gekauft , und wenn sie mir für das Geld was ich zu Verfügung hatte ,einen viel besseren angeboten hätten .
Nun , er stand dort beim Händler Top gepflegt und hatte weder Innen noch Außen nennenswerte Gebrauchsspuren . Der Preis war auch OK . Also das Auto gekauft und ma nächsten Tag zugelassen und mit neuem TÜV .
Es war jeden tag eine Freude mit diesem Auto zu fahren , und wenn es nur der Weg zur Arbeit war . Natürlich haben wir damit auch schöne Touren an den Rhein , Mosel und Nahe gemacht . Und wir sind damit zu Speedwayrennen gefahren , denn wir waren damals Mitglied im
“MSC - Diedenbergen”
und fuhren den Veranstaltungen hinterher , soweit das ging bei meinem damaligen Beruf , ich war Busfahrer . Von Nord nach Süd , von der Stadt Norden bis Landshut und Pocking , durch ganz Deutschland und ab und an auch mal nach Holland . In Stadskanaal war auch damals eine Speedwaybahn , das war einer meiner liebsten Bahnen , weil ich gerne in Holland war . Und ich war sehr oft dort , in der Zeit als ich ausschließlich Reisebus gefahren war .

Unser kleiner Wagen hat uns nie im Stich gelassen obwohl durch die viele Fahrerei sehr viel Kilometer zusammen kamen . Außer den üblichen Verscheißteilen und Inspektionen hatten wir keine Reparaturen Mit seinen “60 PS “und knapp “1200 cm³ “ war er kein Rennwagen , aber es reichte für eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von “120 Km/h “, sicher fuhr er laut Tacho “150 Km/h “, aber das machten wir nicht ,denn wir wollten den kleinen Freund nicht überanstrengen .
Der Wagen hatte innen ungewöhnlich viel Platz für einen Kleinwagen und auch der Kofferraum war anständig groß . Da können sich heutige Fahrzeughersteller ,die Kleinwagen produzieren ,eine Scheibe abschneiden wie man einen Kleinwagen baut . Er hatte weiterhin keinen Rost und auch der Zustand des Motors gab keine Veranlassung zu Klage , obwohl er nach 2 Jahren in unserem Besitz ,schon fast
“70 000 Km “ auf dem Buckel hatte .

Eines Tages hatte mich meine Frau hat mich zur Arbeit gefahren , so um 4 Uhr am Morgen , weil sie den Wagen am Tag brauchte . Es ging zum Nachbarort , man muß wissen es geht da ca. 4 Km durch den Wald , und ist im Herbst nicht ganz ungefährlich zu fahren , wegen dem Laub und meistens war es um diese Uhrzeit dunstig . Auch kam es vor das man Wildwechsel hatte . Aber wir wussten das ja , weil ich schon einige Jahre dort in dieser Firma gearbeitet hatte , und meine Frau mich nicht zum ersten Mal um diese Uhrzeit auf die Arbeit gefahren hatte . Außerdem war ,und ist sie noch Heute, eine gute Fahrerin .
Nachdem sie mich abgesetzt hatte , bei meiner Firma in Hofheim Wildsachsen , wir habe uns verabschiedet und ich machte meinen Bus zur Abfahrt zum Einsatzort bereit . Ich wollte gerade vom Betriebshof fahren , kam meine Frau zurück und war ganz aufgelöst . Sie , es ist ihr heute noch ein Rätsel wie das passieren konnte , war von der Strasse abgekommen und in den Wald gerauscht . Zum Glück waren dort die Bäume dort vor einigen Tagen gefällt worden . Nur die Baumstümpfe ragten noch etwas aus dem Boden heraus .

Nun , äußerlich war an dem Wagen nicht viel zu sehen , außer das der Wagen schmutzig geworden war . Ich schaute auch mal unter das Auto , aber nicht so genau , wie ich das eigentlich hätte tun müssen , da die Zeit drängte, damit ich rechtzeitig mit meinem Bus zum Einsatzort kommen konnte.

Meine Kundschaft auf dieser Line war etwas mit Vorsicht zu genießen , denn die beschwerten sich bei jeder Kleinigkeit über den Fahrer über das Fahrzeug den Fahrplan oder sonst was . Denen viel immer was ein um sich zu beschweren ,auf der Linie “Kronberg - Bad Homburg “. Auch hatten sich regelmäßig einige Zeitgenossen sich zu Unrecht beschwert , wie sich dann im Nachhinein herausgestellt hatte denn jede Beschwerde wurde von der Deutsche Bundesbahn untersucht , in dessen Auftrag wir damals diese Strecke bewirtschaftet haben .
Und es war jedes mal das selbe , erst musste ich dort beim Fahrdienstleiter antanzen mit Tachoscheibe und Fahrtenbuch , um dann gesagt zu bekommen das ich keinen Fehler gemacht hätte . Ich hatte damals in der ganzen Zeit zwar jede Menge Beschwerden , die aber immer sich als nicht vorhanden herausgestellt hatten .

Ich habe dann angerufen von Unterwegs , aus einer Telefonzelle , denn Handy gab es damals noch nicht in unserer Familie . Was ich da zu hören bekam hat mir dann fast den Verstand geraubt .Meine Frau war zum inzwischen zum Opel Autohaus gefahren , das machte um 7:30 Uhr auf und sie kam auch sofort dran . Der Wagen wurde auf eine Hebebühne gefahren und der Werkstattmeister begutachtet den Schaden .

Er war , wie mir später berichtet worden ist , so geschockt , das er erst mal nichts sagen konnte ,und dann ,nachdem ein Geselle auch noch dazu gekommen war ,der dann auch etwas blass um die Nase geworden war nachdem er auch das Auto von unten gesehen hatte , sehr leise und bedächtig gesprochen haben sollte , ähnlich wie es die Pfarrer tun , und gesagt haben soll ,das meine Frau nicht einen Schutzengel , sondern mindestens 2 an dem Tag gehabt haben muß . Das erste mal bei dem Unfall und das zweite mal bei der Fahrt zum Autohaus. Beide Achsen waren weitgehend aus ihren Verankerungen am Fahrzeugrahmen herausgerissen und hingen nur noch an wenigen Punkten . Eigentlich , sagte der Meister später zu mir , als ich dann nach Feierabend dort hin kam , hätte der Wagen gar nicht mehr fahren können , laut seiner langjährigen Erfahrung als Autoschlosser und Meister wäre das ein Ding der Unmöglichkeit gewesen . Warum er das doch tat könne er sich nicht erklären .

Meine Frau fragte mich dann ob ich sehr böse sei das sie den Wagen , wie auch immer das geschehen war , zu Schrott gefahren hätte . Natürlich war ich nicht böse , denn ich war froh das ihr nichts passiert war . Natürlich hat mir der kleine “Opel Kadett City” auch leid getan weil er von uns beiden sehr gemocht wurde . Nun denn , es war so wie es war , und man konnte jetzt nichts mehr daran ändern , der Wagen war Schrott .
Wir habe dann in dem selben Autohaus einen anderen Kadett gekauft , und das Autohaus hat uns sogar den Totalschaden aufgekauft , wegen der Teile die noch OK waren , das hat uns immerhin damals noch 500 DM gebracht , Geld mit dem wir nie gerechnet hätten . Ganz ohne nachzufragen haben sie uns das Geld abgezogen vom Kaufpreis des neuen , gebrauchten Kadett . Ist das nicht toll ? So etwas würde heute doch keiner mehr von sich aus machen , das Autohaus Weis damals schon . Eben ein Unternehmen das fair mit seinen Kunden umgegangen ist .

Der “ Neue Kadett “ , war kein City , auch kamen bei dem nie Emotionen auf der uns den Wagen hätte etwas sympathisch erscheinen zu lassen , eben ein Auto , ein Gebrauchsgegenstand , sonst nichts ,so wie ich am Anfang meiner Geschichte schon erwähnt .

Es hat lange gedauert bis wir wieder so eine Wagen bekamen der uns was sagte , der gepasst hat wie die Faust aufs Auge für uns .

Leider habe ich kein Bild von meinem “Kadett City “ mehr sonst hätte ich es beigefügt . Wie er aussah könnt ihr , wenn Interesse besteht , bei “ CARSABLANCA.de “bei dem Mitglied “ aeroudo “ euch ansehen , der hat genau den gleichen Wagen wie wir ihn damals hatten .

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