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Fahrer der_Det
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Mein Ascona B und der erste TÜV-Besuch nach 15 Jahren 20.08.2009

Über: Opel Ascona

Kurzfristig rief ich beim TÜV an und fragte nach, ob es noch möglich wäre meinen Asci zu „TÜVen“. Die freundliche Dame am anderen Ende meinte, dass noch Kapazitäten frei wären und ich bis 15:30 Uhr da sein möge.

Schnell noch die Batterie notdürftig befestigt, da das hintere Halteblech des Batteriefachreparaturbleches zu weit nach hinten angeschweißt ist (habe ich erst nach dem Lackieren fest gestellt).
Die letzten vermeintlichen Öltropfen am Getriebe und der Hinterachse abgewischt, da man nie wissen kann. Es gibt TÜV-Prüfer die sich an solchen Kleinigkeiten aufhängen.

Fix noch zu meinem FOH (Freundlichem Opel Händler) um dort den „Nostalgieverbandskasten“ zu kaufen und die Scheinwerfer einstellen zu lassen. Danach trat ich die Fahrt in Richtung TÜV mit einem Gefühl im Bauch an, welches ich als gespannte Vorfreude und leichte Angst beschreiben kann.

Auf der Autobahn fuhr ich gemütliche 90 bis 100 Km/h, ich wollte den Motor nach 15 Jahren Standzeit nicht gleich wieder in die ewigen Jagdgründe schicken.

Als ich in Braunschweig auf die Stadtautobahn einbiegen wollte, quälte sich dort die Blechlawine mit geschätzten 3 Km/h. Also gleich wieder die nächste Abfahrt runter und durch die Innenstadt getuckert.
Nach 20 Km und 40 Minuten Fahrzeit bog ich mit 5-minütiger Verspätung auf den Hof des TÜV Nord – Braunschweig.

Den Asci geparkt und ab zur „Rezeption“. Dort bezahlte ich den erforderlichen Obolus für HU, AU und H-Abnahme und die junge Dame meinte, ich soll gleich in Reihe 3 einfahren. Gesagt, getan! Den Asci in die Reihe manövriert und auf den Prüfer gewartet. Dieser winkte mich näher, bis zum Lichtprüfgerät. Was soll ich sagen? Alles bestens, was sonst!

Nun überreichte ich ihm die Unterlagen und meinen Fahrzeugbrief. Diesen schaute er sich intensiv an und meinte nach geraumer Zeit: „Seit wann ist der Wagen abgemeldet? Ach ja, hier steht es ja: 1995 – hmmm. Das sind ja mehr als 7 Jahre, da ist eine Vollabnahme nötig? Das kann ich leider nicht machen, der Kollege, der das könnte, hat Urlaub“.

Mir entgleisten wahrscheinlich die Gesichtszüge, daher warf er hinterher: “rufen Sie doch fix im Straßenverkehrsamt Wolfenbüttel an und fragen nach, wie es dort gehandhabt wird“! Im Eilschritt in die „Rezeption“, suchte mir die Telefonnummer meines Straßenverkehrsamtes raus und rief dort an. Wie zu erwarten, landete ich in der Warteschleife. Nach einer ewig langen Minute hatte ich eine nette Dame am Telefon, welche mich zur zuständigen Sachbearbeiterin durch stellte. Dieser erklärte ich die Situation und sie meinte: "Wenn Kfz.-Brief und der grüne Abmeldezettel vorhanden sind, ist es kein Problem mit der Wiederzulassung und es reicht die einfache HU!“

Mir fiel ein Stein vom Herzen und ich glaube, der gesamte TÜV hat den Stein ebenfalls fallen gehört.

Während ich mit dem Straßenverkehrsamt telefonierte, hatte ich meinen Asci immer im Blickfeld. Der Prüfer wuselte drum herum, schaute in den Kofferraum, wahrscheinlich um zu sehen, ob Warndreieck und Verbandskasten vorhanden sind. Danach setzte er sich auf die Rückbank und prüfte die Funktion der hinteren Gurte.

Wieder beim Prüfer angekommen, teilte ich ihm mit, dass das Straßenverkehrsamt Wolfenbüttel grünes Licht für eine „normale“ HU gegeben hat. „Wunderbar...“ meinte er, setzte sich hinter das Lenkrad, spielte noch ein wenig mit den Knöpfen und Schaltern. Dabei stellte er fest, dass das Fernlicht nicht einrastet und notierte dies.

Der Bremsenprüfstand wartete.
Vorderachse: 200/200,
Hinterachse: 170/170,
Handbremse: 150/150
zeigten die Werte. Alles bestens und voll im grünen Bereich! Yea!!!

Mit einem wohlwollenden Lächeln setzte er den Asci auf die Hebebühne um und hob ihn erst einmal in die Höhe, ließ die Vorderachse durch die Ruckelprüfung klackern. Dies wiederholte er mehrere male, schaute sich intensiv mit Hilfe seiner Taschenlampe alle Kugelköpfe und die sich bewegenden Teile an. Im Anschluss hob er die Vorderachse an und überprüfte die Freigängigkeit der Räder, das Radlagerspiel und meinte, dass das rechte ein wenig Spiel hätte. Ich erklärte ihm, diese sind neu. Er meinte: „Dann hat es sich wohl auf der Fahrt zum TÜV gesetzt“.

Als nächstes hob er die Hinterachse an und überprüfte auch dort die Freigängigkeit der Räder. Zusätzlich fasste er noch in die unteren Federauflagen, wohl um zu fühlen, wie es um den Auflagegummi bestellt ist. Als er die Brechstange nahm, bekam ich schon einen Schreck, aber er prüfte nur mit sanftem Druck alle Gummibuchsen durch. Die Hinterachse wurde wieder abgesenkt.

Nachdem das alles OK war, begutachtete er den Unterboden von hinten nach vorn und von vorn nach hinten. Dies wiederholte er mindestens vier mal und wiederholte sich mehrmals mit den Worten: „Immer wieder erstaunlich, dass einige Exemplare doch noch die Jahre überlebt haben“.

Auch schauten immer wieder seine Kollegen bei unserer Bühne vorbei, um einen Blick auf meinen Asci zu werfen. Während ihrer Raucherpause kam noch die Dame aus der „Rezeption“ vorbei und fragte mich, ob ich sie nicht adoptieren wolle... . Ich nehme an, ich habe gestern einen bleibenden Eindruck beim TÜV Braunschweig hinterlassen...

Nach insgesamt 40 Minuten einer ausführlichen Begutachtung ließ der Prüfer meinen Asci wieder auf die Erde hinunter, setzte sich hinein und meinte: „Dann fahren wir mal zur AU“. Sprach es, fuhr an der AU-Halle vorbei und vom TÜV-Gelände. Nach gefühlten zehn Minuten kam er mit einem breiten Grinsen im Gesicht mit Schwung um die Ecke und fuhr in die AU-Box. Dort schloss er die Messgeräte an den Wagen an, meinte: dass 6 % Abgas ein wenig hoch seien. Nach beherztem Dreh an der CO-Schraube (musste ihm erst mal zeigen, welche der Beiden die richtige ist) bekamen wir den Wert so halbwegs eingestellt. Er meinte nur, wohl aufgrund der langen Standzeit seien die Abgaswerte schlecht und der Motor müsse erst mal Strecke bekommen.

Nachdem der TÜV-Prüfer alle Kabel wieder abgestöpselt hatte, bat er mich in der „Rezeption“ zu warten, bis er alle Papiere fertig gemacht hätte. Dies tat ich und konnte nach ein paar Minuten die Papiere mit: „Bestanden“ entgegennehmen. Ich bedankte mich und fuhr voll Happy nach Hause.

Ein wenig musste ich am Vergaser das Gemisch so angleichen, dass der Motor wieder einwandfrei lief, denn der Asci ging an jeder Ampel aus. In weiser Voraussicht hatte ich den Schraubendreher mitgenommen.

Diskussionen


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Stempsy
Stempsy 10.10.2009

Hallo!

Herzlichen Glückwunsch.Wunderbar,dass wieder einer von den "älteren" den TÜV Und die AU geschafft hat.

Sehr schöne Geschichte.

Weiterhin viel Freude und allzeit gute Fahrt.

mfg

stefan

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