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Einmal Ungarn und Griechenland

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Eingestellt am: 23.06.2009 Zuletzt bearb.: 28.06.2009 Gelesen: 18 Nominierung: Nachricht schreiben
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Über: Opel Olympia Rekord

Alleine wie wir diesen Wagen entdeckt haben ist schon eine kleine Geschichte. Aber ich werde mich kurzfassen. Eines Abends ging ich mit meinem damalig Freund nach einem nächtlichem Bummel durch Hamburg spazieren und da stand nun dieser Opel (mir viel sofort ein das ist Kurt ohne Helm und ohne Gurt). Und in der Seitenscheibe befand sich ein kleiner Zettel auf dem zu Verkaufen stand. Natürlich auch eine Telefonnummer. Also dachte ich mir so es ist doch erst 23.00 Uhr und der Wagen soll doch

verkauft werden, warum nicht doch noch anrufen. Die andere Stimme am Ende der Leitung war nicht gerade von meinem nächtlichen Anruf angetan. Aber doch noch so freundlich, dass wir uns für den nächsten Tag (und zur Entschuldigung haben wir Brötchen mit) verabredeten. Martin, der Besitzer war sehr freundlich und wir wurden auch nett begrüßt. Tja und so einen Wagen muss oder sollte man doch auf jeden Fall auch einmal von Unten begutachten. Also fuhren wir zur nächsten Tankstelle mit Hebebühne und schauten einmal unter das Auto, nur so kann man ja leider nicht testen, ob der Wagen auch längere Touren durchsteht. Ich bin ein recht spontaner Mensch und hatte die tolle Idee wir könnten ja, dass Wetter war super an die Ostsee fahren, ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass die Begeisterung sich in Grenzen hielt. Gut gesagt getan wir fuhren an die Ostsee und wir haben später auch den Wagen gekauft. Aber das aller schönste war, nicht nur der Wagen sondern auch Martin ist uns als guter Freund und als Treuzeuge meines hwutigen Ex erhalten geblieben. Und mit diesem Wagen sind damals nach Ungarn gefahren. Da mir Nachtfahrten (als Fahrer) nicht besonders liegen habe ich es mir ab München auf der Rückbank zum schlafen gemütlich gemacht und als ich meine Augen wieder öffnete, da waren wir schon am Plattensee. Das Wetter war nicht besonders berauschend also beschlossen wir doch weiter zufahren von Ungarn nach Rumänien und Bulgarien, was wir damals aber nicht bedacht hatten, es herrschte gerade Krieg in Jugoslawien. In Rumänien haben wir Wagenfuhren und Pferdeanhänger gesehen, die vergeblich an Tankstellen standen. Wir fuhren so, dass wir möglichst eine konstante Geschwindigkeit von nur 80 Kmh einhielten und schafften es am Soldaten vorbei zur Donau zu gelangen, dort angekommen mussten wir mit entsetzen feststellen, dass alles was wir bisher gesehen hatten noch harmlos war, wir sahen ausgebrannte Autos, Frauen und Kinder die getötet am Straßengraben lagen und... aber genug, so etwas ist schon sehr prägend. Wir hatten Glück und der Fährbesitzer war ein Italiener und als er unser schönes Auto erblickte rief er nur Bella Macina und somit konnten wir noch mit auf die letzte Fähre rüber nach Bulgarien. Dort konnten wir nur Klingelwasser tanken, aber auch dass hat der Opel geschafft ohne murren und zu knurren. Wir haben dann noch eine nette Woche in Griechenland Chalkidiki verbracht und zurück sind wir dann lieber mit der Fähre von Igominiza nach Italien gefahren, sicher war sicher.

Diskussionen


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Jürgen-en-Mustang
Jürgen-en-Mustang 27.02.2010

Dein Satz "Frauen und Kinder die getötet am Straßengraben lagen und... " läßt in aller Beiläufigkeit aufblitzen was es heißt:

Krieg!

Niemand hätte das vorher in Europa noch für möglich gehalten.

Jürgen

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