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Blechgeschichten von Mark

Fahrer Mark
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Die Wüste lebt 03.04.2010

Über: Citroen 11

Auf meiner Reise durch den Süden Marokkos hatte ich mich auf majestätische Sanddünen, viel Rühe und einen überwältigenden Sternenhimmel eingestellt.

Meine Überraschung war entsprechend groß, als ich in Zagora, am nördlichen Rand der Sahara, auf einen Trupp Citroen-Fahrer traf die mit ihren Fahrzeugen nicht vor den Wüstenstrapazen zurückschreckten.

Beim Eintreffen in unserem Hotel hatten sich bereits 12 Traction Avant, eine Ente, eine DS23 sowie ein alter Peugeot, der Renault-Begleitlieferwagen und zwei 2 TR7 auf dem Parkplatz eingefunden.

Die meisten der Autos hatten bereits an diversen Veranstaltungen teilgenommen... Mit entsprechendem Stolz trugen sie ihre Aufkleber.

Das Vorkriegs-Design der Traction Avant ergänzte sich mit der orientalischen Fassade des Hotels zu einer stimmungsvollen Kulisse...

passend zur ausgefallenen Location auch der 2CV im Bond-Look.

Der Besitzer hatte wie das berühmte Vorbild bereits an diversen Abenteuern teilgenommen...

In dieser DS wäre ich auch gerne unterwegs gewesen. Das höhenverstellbare hydropneumatische Fahrwerk ist wohl wie gemacht für die unwegsamen Strecken in Süd-Marokko.

Dann noch die stilechte Heckjalousie und einem kann nichts mehr passieren...

Aber die Mehrheit der Fahrzeuge waren die legendären "Traction Avant". Bis auf einen handelte es sich übrigens ausschließlich um Nachkriegs-Modelle.

Fast jedes der Autos war mit einem Funkgerät ausgestattet um Kontakt zur Gruppe zu halten.

Und natürlich zum Begleitfahrzeug, einem Renault-Laster im Oldiealter...

Ich nahm noch ein paar stimmungsvolle Bilder auf und machte mich dann auf in die Hotelbar um ein paar Rallye-Teilnehmer kennenzulernen.

Am nächsten Morgen galt es also früh aufzustehen um die Abfahrt mit anzusehen.

Nachdem gepackt war unterzogen die Fahrer ihre Autos einem kurzen technischen Check...

Bei dem Wagen mit den gelben Rädern handelt es sich um den einzigen Vorkriegs-Citroen im Konvoi...

erkennbar an den Lüftungsklappen seitlich an der Motorhaube.

Ironie des Schicksals, dass man ausgerechnet für den Begleitwagen keinen passenden Anlasser dabei hatte. So musste er angeschoben werden bevor die Oldies starten konnten.

Und so machte man sich auf nach Ouazazarte...

leider entgegengesetzt zu meiner Richtung.

Aber zum Trost blieben mir ja noch die Sanddünen...

Diskussionen


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webmatze
webmatze 07.04.2010

Das hört sich auf jeden Fall nach einem schönen Abenteuer an. Sehr schöne Blechgeschichte und beeindruckende Bilder.

Mark
Mark 04.04.2010

Also die Rallye ist noch nicht beendet und da es keinen Internetauftritt gibt bin ich auch nicht über weitere Vorkommnisse informiert. Die Fahrer waren vornehmlich ältere Herrschaften die mit dem Netz nicht viel im Sinn haben... Habe nur eine Adresse der ich irgendwann mal diesen Link schicken werde.

Ansonsten muss man sich um die Zuverlässigkeit der alten Zitronen aber wohl keine Sorgen machen - Ich sag nur Australien - Sudafrika - Canada...

testosteron
testosteron 04.04.2010

Es gab ja auch mal eine skurrile Sahara-Ente, die zwei Motoren hatte. Einen zum Antrieb der Frontachse - wie normal. Der andere war im Heck verbaut und trieb die Hinterachse an. Der Tank befand sich übrigens unter dem Fahrersitz.

So eine Ente gab es auf einer der letzten TechnoClassicas im Original zu bestaunen.

testosteron
testosteron 04.04.2010

Wow! Super Bericht aus einem entlegenen Winkel der Welt.

Klasse Bilder. Hast Du noch Kontakt mit diesen Abenteuerern? Sind sie alle angekommen?

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