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Citroen CX 2500 RD Turbo 2 Baujahr:1988

Fahrer Ebeling
Eingestellt am: 28.02.2009 Zuletzt bearb.: 28.02.2009 Gelesen: 9 Nominierung: Nachricht schreiben
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Über: Citroen CX

4 Zylinder-Diesel-Reihenmotor mit Turbolader
vorne quer eingebaut, Frontantrieb
2,5 Liter Hubraum 120 PS

Kurz bevor ich mich mit dem Gedanken trug, mich wegen Auflösungserscheinungen von meinem Citroen 2400 GTI zu trennen, fand ich bei einem Ford-Händler einen fast 5 Jahre alten Citroen 2500 Turbo 2. Der Turbodiesel mit 120 PS Motorleistung sollte eigentlich 17 500 DM kosten. Keine Klimaanlage, eine ziemlich einfache Ausstattung. Etwa 110 000 km gelaufen, aber sehr gut gepflegt. Mit der Androhung, meinen GTI in Zahlung geben zu wollen, begannen die Verhandlungen. Ich konnte unter Zurücknahme der Androhung das Fahrzeug für 12 500 DM kaufen. Eigentlich ein Schnäppchen, dachte ich. Was nun begann war schon haarsträubend.
Abfahrt vom Hof des Ford-Händlers. Tank natürlich fast leer. Nach ca. 3 km Fahrt der erste Tankstopp. Tankklappe öffnet sich nicht. Im Kofferraum das Gestänge zur Tankklappe entrostet und gängig gemacht. Der Schließmechanismus, der über die Zentralverriegelung gesteuert wird, funktioniert wieder. Tank voll und losgefahren. Ein Tag später mit der Familie Probefahrt nach Holland. Der Wagen läuft sehr gut und komfortabel. Nach etwa 80 km Fahrt steigt die Wassertemperatur und geht in den roten Bereich. Rückfahrt mit Pausen und neuen Wasserbefüllungen. Montags beim Ford-Händler und Reklamation. Der Kühler ist gerissen und muss ausgetauscht werden. Die Kosten werden geteilt (200 DM) und der Kühler ausgetauscht. Nach zwei Tagen tritt das gleiche Problem wieder auf. Reklamation. Angeblich ist die Entlüftung der Kühlanlage problematisch. Aber der Mechaniker hat bei Citroen gelernt und kennt das Problem, sagt man mir. Nun gut, Anlage wird entlüftet, Fehler behoben. Nach zwei Tagen wieder das gleiche Problem. Reklamation. Ich tippe auf einen Schaden der Zylinderkopfdichtung. Wird natürlich sofort verneint und die Kühlanlage wird nochmals entlüftet. Fehler behoben. Nach weiteren zwei Tagen wieder das gleiche Problem. Man entlüftet nochmals die Anlage. Zwei Tage später passiert mir das gleiche noch einmal auf der Autobahn in einem Stau. Kurz vor der Abfahrt Herten (A2) lasse ich den Wagen stehen. Der Motor ist stehen geblieben und dreht nicht mehr. Ich kann die Autobahn zu Fuß verlassen und telefoniere mit dem Ford –Händler. Dieser sagt mir Hilfe zu und will den Wagen abschleppen. Ich wieder zurück zum Wagen und warte auf Hilfe. Nach etwa 4 Stunden gebe ich das Warten auf. Der Motor springt wieder an und läuft. Runter von der Autobahn nach Gelsenkirchen-Resse. Nach ca 3 km erreiche ich die Werkstatt eines Citroen-Händlers. Hier lasse ich den Wagen erst einmal stehen. Der Mechaniker tippt sofort auf einen Kolbenfresser des 3. Zylinders. Der Ford-Händler versucht sich heraus zu reden und ändert auf einmal die Tonart. Für diesen Sonderpreis könne er keine Garantie übernehmen und lehnt weitere Maßnahmen seinerseits ab. Darauf hin schalte ich sofort einen Rechtsanwalt ein und lassen den Wagen zu einem Gutachter in Bochum schleppen. Hier wird der Motor zerlegt und durchgesehen. Ergebnis: Kopfdichtung defekt, wurde zwar erneuert, aber nicht richtig eingebaut. Motor Totalschaden. Der Ford-Händler bietet sofort eine Beteiligung von 2500 DM an. Firma Kupi in Essen baut mir für 7800 DM einen Austauschmotor ein. Nach Ablehnung der 2500 DM, beteiligt sich der Ford-Händler nun mit 5000 DM. Alles klar. Der Motor, mit 1 Jahr Garantie, wird eingebaut. Dabei wird auch die Antriebswelle vorne rechts erneuert und die Bremsscheiben der Vorderachse ausgetauscht. So langsam wird mir klar, dieses Auto war ein Blender. Aber egal, jetzt dürfte ja nicht mehr all zu viel passieren. Nach ca. 4 Wochen hat der Motor 1000 km gelaufen. Noch einmal zu Kupi nach Essen. Inspektion. Anruf: Motor defekt, wird nochmals ausgetauscht. Dauer dieser Maßnahme 8 Tage. Jetzt ist aber alles in Ordnung. Der Wagen läuft super. Spritverbrauch, auch bei schneller Fahrweise, nicht über 7 Liter. Inzwischen habe ich meine Selbstständigkeit aufgegeben und arbeite nur noch als Berufskraftfahrer. Nun fahre ich auch weniger lange Strecken und komme auf eine Kilometerleistung von etwa 10000 km im Jahr. Nach etwa 18 Monaten und 20000 km Laufleistung löst sich die Einspritzpumpe auf und der Zahnriemen reißt. Diese Reparatur kostet dann noch einmal 3500 DM. Aber irgendwie kann ich mich von diesem Auto nicht trennen. 1995 wechsele ich den Arbeitgeber und bin Hydraulikmonteur für Untertageausbau. Nun werden wieder Kilometer gefahren. Der Diesel muss wieder laufen. Nach etwa einem halben Jahr (20000 km) wird der Motor wieder heiß. In einer freien Werkstatt kann man keinen Fehler finden und tippt auf einen Haarriss irgendwo am Zylinderkopf. Nun ist es aber genug. Schweren Herzens gebe ich den Wagen für 6000 DM in Zahlung und kaufe einen neuen Ford Escort 1.8 Turbodiesel. Kein anderes Fahrzeug, das ich besessen habe, hat mir so viele Umstände bereitet, wie dieser Citroen. Aber wenn er lief, fuhr man wie „Gott in Frankreich“.

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