Die längste, haarsträubendste Autoverfolgungsjagd der Filmgeschichte, gepaart mit unfassbarer deutscher Synchronisierung und grandiosen Haistyles wartet auf Euch. Und davor zeigt "The Car" die zornigste Autovisage aller Zeiten in einem, na, nennen wir's mal Gruselfilm, der ebenfalls grandiose Szenen zu bieten hat.
Dass die Highlights der Autofilme (die meisten kommen aus den 70ern) mal wieder ins Kino kommen, wollten mein Kumpel Andreas Schiefler (http://www.vintagemovieposters.de) und ich (hier: Nice_Guy_Axel oder http://www.sawitzki-werbung.de) schon lange mal angehen. Wir lieben diese Streifen seit unseren Kindertagen. Zum Glück war der Chef vom Metropolis-Kino (http://www.metropoliskino.de) sehr offen für die Idee. Und jetzt geht's los.
Den autobegeisterten Zuschauer erwarten einige Highlights!
"The Car", die teuflische schwarze Karre, die wahllos friedfertige Dorfbewohner über den Haufen fährt, wurde von keinem geringeren, als dem Custom-Car-Papst George Barris gebaut. Und ihm ist ein Meisterwerk gelungen: der V8-Dämon auf Basis eines 71er Lincoln sieht so fies aus, dass Christine (58er Plymouth) vergleichsweise harmlos dagegen aus der Wäsche guckt.
Das Original von "Gone in 60 Seconds" des legendären H. B. Halicki wartet mit einem Mustang Fastback auf, der, auf den Namen Eleonor getauft, sogar auf der Darstellerliste auftaucht. Nicht ohne Grund: 40 Minuten trotzt die gelbe 70er-Jahre-Schönheit allen Festnahmeversuchen, und sieht nach Beendigung dieses Auto-Gangbang bestürzend mitgenommen aus. Ihre Gegner: Alles, was die Polizei von Los Angeles an Muscle-Car-Streifenwagen zu bieten hatte. Klar: Dodge stand damals auf der Wunschliste der Jäger und Gejagten ganz oben. Aber auch Freunde motorisierten Edelmetalls kommen voll auf Ihre Kosten. Denn die Hauptfigur klaut im ersten Teil des Films alles, was Rang und Namen hat: Rolls Royce, Cadillac, DeTomaso ...
Eleonor hat's aber überlegt: der verbeulte Rest von Eleonor taucht noch heute in den Schlagzeilen auf. Ganz im Gegensatz zum Filmschöpfer. Film-Crash-Icone H. B. Halicki, der in diesem Film Produzent, Autor, Regisseur, Hauptdarsteller und natürlich Stuntman ist, ist in den 80ern so zu sagen im Einsatz gefallen.
"The Car" ist aber ebenfalls ein Garant für gute PS-Laune. Die hämische Lache das Teufels auf Rädern, intoniert über die laute Hupe (auch innerhalb geschlossener Ortschaften, tse!) sorgt ebenso für Heiterkeit, wie so manche Gruselszene, die ihre unfreiwillige Komik nicht verhehlen kann. Trotzdem wird der Film immer wieder spannend – nicht nur wegen der Leistung von Hauptdarsteller James Brolin (kurzfristig als Bonddarsteller gehandelt). Also nichts zum Aufwärmen für den zweiten Film, hier wird gleich von Anfang an hochtourig gefahren.
Echte Action, keine Tricks!
Eines haben beide Streifen: den Charme des handgemachten Films. Und das ist etwas, was heute bei allen Computereffekten in der Regel fehlt. Sie sind roh, wild, hart, ruppig. Eben echt. Einen großen Dank ans Metropoliskino, wo immer wieder Filme älterer aber verdammt guter Machart zu bewundern sind.
Kleiner Tipp: kommt nicht mit dem Wagen. a) keine Parkplätze, b) nach diesen Filmen fahrt Ihr wie die Henker, und das wollen wir doch nicht ...
Ich freu mich auf Euch:
Metropolis Kino, Steindamm 54, 20099 Hamburg
22. August 2009, 20:30 Uhr

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... und geile Kotletten! ... oder?