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Blechgeschichten von Apollo

Fahrer Apollo
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Ärger mit der Werkstatt? – Gibt es nicht! 26.08.2010

Immer wieder das Übliche – zumindest in der anwaltlichen Praxis: Die Werkstatt hat mehr gemacht, als sie sollte; die Rechnung ist zu hoch und die Reparatur gar mangelhaft.

Dabei ist es recht leicht, Ärger mit der Werkstatt aus dem Weg zu gehen. Ein kleiner Leitfaden…

Der Schein trügt! Klar finde ich den Ölmeßstab und weiss, wo sich der Luftfilter versteckt. Das Standgas einstellen bereits aber, kann ich nur mit dem Gaspedal...

Der Schein trügt! Klar finde ich den Ölmeßstab und weiss, wo sich der Luftfilter versteckt. Das Standgas einstellen bereits aber, kann ich nur mit dem Gaspedal...

1. Ohne Voruntersuchung geht gar nichts.

Immer mit der Werkstatt die Reparaturarbeiten konkret im Einzelnen am Fahrzeug besprechen und schriftlich fixieren (lassen). Das gleiche gilt für den Zustand des PKW; nur dann ist sicher, von wem der Kratzer in der Stoßstange stammt!

2. Kostenvoranschlag erstellen lassen.

Ohne Moos nix los! Die Werkstatt verfolgt in erster Linie nur ein Ziel: Geld verdienen. Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Aber: Nur wer weiß, in welcher Höhe er für welche Leistungen zahlen muss, ist vor bösen Überraschungen sicher. Deshalb stets einen Kostenvoranschlag erstellen lassen. „Wesentlich“ , so das Gesetz, darf davon nicht abgewichen werden.

Noch besser ist es, eine Höchstgrenze oder gar einen Pauschalpreis für die Arbeiten festzulegen. Dann muss die Werkstatt jedenfalls bei jeder (!) Abweichung Kontakt aufnehmen und versuchen, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen; von dem Kündigungsrecht ganz zu schweigen.

3. Schrlftlicher Auftrag.

Es gilt: „Was nicht in den Akten, ist nicht in der Welt!“. Mit anderen Worten: Jeder Reparaturauftrag wird (jedenfalls künftig) schriftlich erteilt. Selbstverständlich werden die besprochenen Arbeiten genau festgehalten. Gleiches gilt für die Vereinbarungen im Rahmen der Voruntersuchung und/oder des Kostenvoranschlages.

Eine Kopie des Reparaturauftrages ist ratsam: Ist der Auftrag bei der Werkstatt nicht mehr „auffindbar“, hilft selbst der beste Rechtsanwalt wenig.

4. Die Altteile gehören mir.

Altteile, die von Gesetzes wegen nicht von der Werkstatt entsorgt werden müssen (Altreifen, Kunststoffteile, Fensterscheiben) stehen auch nach der Reparatur im Eigentum des Auftraggebers! Zugegeben: Bei mir Stapeln sich die „Ersatzteile“ meterhoch in meinem Schuppen. Aber wenigstens weiß ich, warum die defekten Teile ausgewechselt worden sind. Es spricht ja auch nichts dagegen, die Teile bei der Werkstatt zu belassen. Vorher aber schadet es sicher nicht, sich die defekten Teile zeigen zu lassen. Mich jedenfalls hat es bei jeder Reparatur dem Mysterium „Autotechnik“ immer einen Schritt näher gebracht… 

In diesem Sinne, „Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser“!

Beste Grüße – auch von meinen beiden linken Händen - Apollo

Diskussionen


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Apollo
Apollo 27.08.2010

Ich bin doch ganz bei Euch! :-)

Mir ging es doch bei dem Leitfaden auch nicht darum, einem klammen Youngtimer-Freak Tipps zu geben, wie er die Werkstatt seines Vertrauens "prellen" kann.

Meine anwaltliche (!) Erfahrung zeigt aber, dass selbst routinierte Sammler, mit großem Geldbeutel, viel zu leicht- und gutgläubig den Worten des Werkstattmeisters folgen. Kommt dann die Rechnung, ist das Geschrei groß und der Anwalt soll wieder alles richten. Deshalb meine Gedanken hierzu...



stefano1966
stefano1966 27.08.2010

@Apollo: ich glaube, Du wirst das "Mysterium Autotechnik" nie zu Deinen Lebzeiten ergründen. Ich spreche aus 15 Jahren Sammlererfahrung (das ist noch nicht mal soviel...), und da habe ich erlebt, dass jedes Modell und auch jedes Auto sein eigenes Mysterium birgt. Und manchmal ist es auch für eine erfahrene Werkstatt schwierig, ein Problem zu lokalisieren und zu beheben.

Es ist für sie schwierig, einen chronisch klammen Kunden zufriedenzustellen, weil sie dann nur Flickschusterei betreiben kann, damit die Rechnung nicht zu hoch wird.

Um an seinem Oldie Freude und Befriedigung zu haben, sollte man immer etwas mehr Geld, Zeit und Geduld mitbringen. Beispielsweise, wenn man 12'000 Euro gespart hat, sich ein 9000 Euro-Auto kaufen. Dann hat man genug Luft für plötzlich auftauchende "Mysterien"...

webmatze
webmatze 26.08.2010

Danke Apollo. Diese Tipps sollte man auf jeden Fall beherzigen.

Glücklich kann sich der schätzen, der eine Werkstatt gefunden hat, der er vertrauen kann.

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