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Atlantic Bay; Rockpool Drive 106

Fahrer Ratrod
Eingestellt am: 30.09.2007 Zuletzt bearb.: 13.01.2008 Gelesen: 24 Nominierung: Nachricht schreiben
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Über: AC

Die Rennstrecke von Goodwood in Südengland.
Die Horde von Rods die sich jetzt auf der zweiten Runde weit auseinandergezogen hat steigert langsam die Geschwindigkeit.
Der Geräuschpegel in meinem Rod wird zu einem dröhnenden Stakato.
Neben mir fährt Klemens #23 in seinem 32er Roadster.
Ein kurzes nicken und es ist klar.
Nach der nächsten Kurve wird es ernst.
Eigentlich kann ich gegen den HiTech Rod wenig ausrichten.
Lediglich mein Plus an Hubraum im Zusammenspiel mit dem 6-71er

Atlantic Bay; Rockpool Drive 106

Stakato in GOODWOOD

Die Rennstrecke von Goodwood in Südengland.
Die Horde von Rods die sich jetzt auf der zweiten Runde weit auseinandergezogen hat steigert langsam die Geschwindigkeit.
Der Geräuschpegel in meinem Rod wird zu einem dröhnenden Stakato.
Neben mir fährt Klemens #23 in seinem 32er Roadster.
Ein kurzes nicken und es ist klar.
Nach der nächsten Kurve wird es ernst.
Eigentlich kann ich gegen den HiTech Rod wenig ausrichten.
Lediglich mein Plus an Hubraum im Zusammenspiel mit dem 6-71er

GMC- Kompressor könnten mich noch retten.
Bei allem anderem, vor allem bei Reifen und Fahrwerk , bin ich Gnadenlos unterlegen.
Die Kurve ist zu Ende, die gerade lockt.
Ich gebe Klemens das Zeichen zum fliegenden Start.

Rückblick

Drei Tage zuvor.
Ich montiere noch einen Kofferraumgepäckträger für den stilvollen lackierten Pappkoffer.
Ohne das Plus an Stauraum konnte ich Kerstin nicht überreden mit zu den
E.S.R.A. Nationales nach England zu fahren.
Ein letzer Check von Öl und Wasser und ich fahre von der Werkstatt nach Hause.
Fünfzig Meter weiter ein Blick in den Rückspiegel.
Ich zucke zusammen.
Eine riesige blaue Wolke hängt hinter mir in der Straße.
Jetzt ruckelt auch noch der Motor.
Es ist mir total peinlich so durch die Stadt zu fahren.
Was ist das ?
Jetzt einen Tag vor der Abreise nach England einen Motorschaden ?
Kurz Revue passieren lassen was ich denn noch alles gemacht habe.
Klar, ich habe das Öl am Kompressor aufgefüllt.
Oder besser gesagt überfüllt.
In meinem Wahn alles zu kontrollieren habe ich die falsche Schraube zur Ölstandskontrolle am Kompressor benutzt !
Jetzt ist der Ölstand zu hoch und das Öl läuft über die Welle in den Ansaugtrakt.
Als ich zu Hause ankomme ist alles wieder im grünen Bereich. Das qualmen hat aufgehört und der Motor läuft wieder schön rund. Glück gehabt.

Drehzahlorgien in Milkafarben

Donnerstag 06:50.
Zwei Rods rollen auf die Raststätte Siegburg Ost.

Der Standort der anderen Rods die wir treffen wollen ist sofort am Menschenauflauf drumherum zu erkennen.
Klemens #23, der schon am Vorabend aus Bielefeld angereist war sowie Kerstin und ich rollen als letzte zum vereinbarten Treffpunkt ein.
Axel #1 & Ingo #12, die beiden Peters #15 & #135 samt eines Beifahrers und
Guido #85 warten schon.
Nach kurzem Hallo übernehmen wir die Führung.
Die fahrt geht über A3 / Köln, A4 Aachen, E20 Lüttich / Brüssel / Gent / Callais.
So ca. 460 Km bis zum einschiffen.
Eigentlich gar nicht so weit.
Unsere Geschwindigkeit richtet sich nach den langsamsten.
Das sind in erster Linie Guido & Peter Harroider.
Guidos Rod ist so kurz übersetzt, dass er bei unseren 110-130 Km/h schon in höchsten Drehzahlregionen schwebt.
Dagegen ist in unserem Rod dank 5 Ganggetriebe eine Drehzahl von knapp über 2000 relativ niedrig.
Was sich auch in einem extrem niedrigen Verbrauch von 15-16 l/100 km niederschlagen sollte.
Und das bei einem 6,5 l Big Block mit Kompressor.
Allerdings ist trotz dieser niedrigen Drehzahl ein entspanntes fahren selbst mit Gehörschutz nicht möglich.
Auch das alte Fahrwerk erfordert extreme Konzentration.
Hinzu kommt noch das fahren im Konvoi das gerade bei dichterem Verkehr und den nicht zu vermeidenden Spurwechseln sehr viel Aufmerksamkeit verlangt.

Es riecht so komisch ...

6 Rods verlassen im Konvoi die Raststätte Siegburg und „schlagen die Straße“
( We hit the road ).
Raststätte Aachener Land. Erster Tankstop nach gerade mal einer Stunde Fahrt für uns.
Weiter geht’s.
Um Brüssel herum wird der Verkehr dichter aber die Rush-hour scheint doch fast vorbei zu sein.
Hinter Brüssel nächster Tankstopp.
Alle Rods schnurren ohne Probleme.
Lediglich Klemens spricht von einem stechendem Geruch im Rod.
Das Wetter das die Tage zuvor rechts mies war wird immer besser.
Ob es die Tage über hält was der Wetterbericht verspricht ?
Der Verkehr wird immer aufgelockerter.
Dann sind wir fast alleine auf der Autobahn als wir die Grenze zu Frankreich überqueren.
Europa ist wirklich klein !
Der Weg zu den Fähren ist super ausgeschildert.
Wir sind wesentlich früher da als geplant.
Aber besser so als anders.
Ein Stau oder ein technischer Defekt kann einen ja schnell schon mal 1 bis 2 Stunden zurückwerfen.
Eigentlich wollten wir in Frankreich nochmals tanken, aber in Anbetracht der Tatsache das wir eine Fähre früher nehmen können verzichten wir darauf.

Axel, der mehrfach mit Condor #47 & Eckhard #22 sowie seiner Freundin telefonischen Kontakt hatte, stoßen in der Warteschlange vor der Fähre zu uns.
Sie sind in einem Van unterwegs.
Condor, weil er seinen Rod ein paar Tage zuvor verkauft hatte ( geschickt ! ) und Eckhard weil er Sonntag aus beruflichen Gründen wieder früher zu Hause sein muß
( Ist der Rod nicht schneller als der Van ? ).
Auf der Fähre zieht es fast alle auf das Sonnendeck.
Das Wetter ist wirklich super.
Kerstin und ich gehen eine Kleinigkeit essen.
Die Überfahrt ist kurz. Nach ca. 1,5 Std. legt die Fähre schon wieder an.

God save the „Kreisverkehr“

Es ist sehr warm geworden. Mir graut schon davor wieder im Stau zu stehen. Meinem Motor wird dann immer warm uns Herz.
Vielleicht hätte ich doch noch den zweiten Lüfter nachrüsten sollen.
Jetzt ist es erst einmal zu spät dafür.
Irgendwie schaffen wir es durch den Zoll zur ersten Tankstelle.
Sau teuer hier in England.
Das Pfund steht bei ca. DM 3,50.
Condor übernimmt die Führung. Wir hatten uns vorher für die Küstenstraße entschieden die uns nach Bognor Regis bringen soll.
Ein fataler Fehler wie sich heraus stellt.
Zwar ist diese Strecke laut Karte wesentlich kürzer und auch schöner, aber es herrscht das totale Verkehrschaos.
So fahren wir die ca. 200 Km überwiegend im Stop and Go Verkehr.
Hier stelle ich mal wieder fest, dass mein Rod für solche Strecken einfach mörderisch
ist.
Die Sitzposition die ich einnehmen muß um Ampeln zu sehen, Fußgänger zu beobachten und auf den Verkehr aufzupassen ist absolut Rücken und Nacken
tötend!
Als wir endlich in Butlin ( dem Vergnügungspark in Bognor Regis ) ankommen, ist es schon spät und wir total am Ende.
Ein herzlicher Empfang durch die Organisatoren der NSRA und das aushändigen unserer Unterlagen für die nächsten Tage sowie unsere Zimmerschlüssel erfreut dennoch wieder und läßt einige der Anstrengungen in den Hintergrund treten.

Atlantic Bay; Rockpool Drive 106

Die Ernüchterung folgt jedoch auf dem Fuße.
Die sogenannte Mittelklasse Wohnung ist eher unterste Unterklasse.
Das Geschirr steht schmutzig im Schrank.
Der Boden sowie das gesamte Bad sind nicht geputzt und insgesamt wirkt die ganze
Anlage sehr verwohnt.
Wir werfen unsere Sachen in die Ecke und gehen etwas essen.
Bei späteren Gesprächen mit anderen Roddern erfahren wir, dass wir im Gegensatz zu Ihnen noch die beste Wohnung hatten.

3 französische Gruppen bekamen sogar später andere Räume zugewiesen, da ihre ursprünglichen absolut nicht zu bewohnen waren!
Wieder andere die, die einfachere Klasse wählten konnten sich indes über eine Etagenbadewanne für mehrere Parteien freuen, die sich in Ermangelung eines Duschschlauchs noch nicht einmal zum duschen eignete.
Schnell hatten wir etwas gegessen und zwei “leckere“ englische Bier geschlürft.
Wir fielen Tot müde ins Bett und verbrachten eine Traumlose Nacht.

Was heißt hier “Seitenführung“

Ich gebe Vollgas.
Der Motor dreht zügig hoch.
Die Geräusche die der Kompressor im Zusammenspiel mit dem Ventiltrieb betreibt, treibt mir die Gänsehaut auf den Körper.
Der Auspuff hämmert unter unseren Füßen.
Warum habe ich nur nicht mehr geschafft die Deckelchen von den Krümmern zu entfernen ? Mist.
Dann währe die Geräuschkulisse perfekt!
Ich kann Klemens nicht mehr sehen, was aber nicht viel heißen soll.
Umdrehen kann ich mich nicht.
Dafür ist der Verkehr viel zu dicht und die nächste Kurve kommt bestimmt.
Nächster Gang.
Die Urgewalt die uns nach vorne treibt wird beängstigend.
Wie schnell sind wir ?
Ich habe Angst wenn ich an meine Diagonalreifen denke.
Werden wohl halten. Nur nicht darüber nachdenken!
Kurz bevor ich in den fünften Gang schalte sehe ich die Kurve.
Scheiße ! Viel zu schnell !
Die Beläge der 40er Trommelbremse beißen sich in die Trommeln.
Langsam, ganz langsam beginnt die Verzögerung.
Viel zu langsam !
Das geht nicht gut.

Das riecht hier so !

Zweiter Tag.
Nach dem Aufstehen gehen wir erst mal was einkaufen und Frühstücken dann gemütlich.

Das Wetter wird immer besser. Hatten wir gestern noch ein paar Wolken bei sonst schönem Wetter, so gibt es heute noch nicht einmal mehr diese.
Es ist zwar noch nicht so super warm, aber gegen Mittag werden wohl einen kurze Hose und ein T-Shirt genügen.
Nachdem wir den Platz erreicht haben, stellen wir fest das noch viele nach uns angekommen sind.
Und Minütlich treffen weitere Rods ein. Endlich auch mal wieder viele die wir noch nicht kennen.
Den ersten Defekt unserer Tour hat Klemens.
Batterie leer. Jetzt weiß er auch wo der Geruch gestern her kam !
Kurz überbrückt läuft er für diesen Tag wieder.
Mal sehen was passiert.
Der Tag verläuft ruhig.
Wir liegen faul vor unseren Rods oder laufen über den Platz um den einen oder anderen Rod zu begutachten.
Teilehändler bauen ihre Stände auf und irgendwelche Fahrzeuge cruisen immer irgendwo herum.

Aspirin, Aspirin !

Abends geht es zu “JAKS“, eine Bar direkt um die Ecke.
Rodder-Party ist angesagt !
Viel kann und will ich über diesen Abend nicht schreiben.
Aber soviel sei gesagt : Wir hatten viel Spaß, es war sehr feucht und am nächsten morgen brauchten wir alle einige Aspirin !!!
Im übrigen, wer die Nationals-Feten kennt, egal ob bei den GSRA-Nats z.B. in Braunfels oder den ESRA-Nats in Holland, Schweden oder Frankreich, der weiß was dort abgeht. Man muß einfach mal dabei gewesen sein!

Patt

Kerstin schreit !
Mit vorsichtiger Gewalt schaffe ich es unter Ausnutzung der gesamten Fahrbahnbreite durch die Kurve zu kommen.
Klemens schießt links an mir vorbei.
Zum Glück war niemand rechts hinter mir.
Das hätte dann auch anders ausgehen können.
Ich habe die Schweißperlen auf der Stirn stehen.
Die Gerade war einfach zu kurz und Kurven gefallen meinem Rod überhaupt nicht !
Klemens und ich lassen die Rods vor uns ziehen.
Das ganze noch mal nach der nächsten Kurve.
Diesmal aber mit etwas mehr Vorsicht !
Kerstin sitzt mit hochrotem Kopf neben mir.
Und das liegt nicht nur an der Hitze im Innenraum !
Nachher werde ich wohl wieder was zu hören bekommen.
Wieder ein Kopfnicken, wieder Vollgas.
Das gleiche Spiel erneut.
Klemens ist jetzt deutlich sichtbar neben mir.
Vorsichtiger Optimismus kriecht in mir hoch.
Ich kann ihm nicht wegziehen aber er kommt auch nicht vorbei. Patt !
Ein leichtes Grinsen hält in meinem Gesicht Einzug, bis ich die nächste Kurve sehe.
Der Tacho kratzt an der 130 Milen Marke.

Goodwood

Mit “leicht“ dickem Kopf klettere ich aus dem Bett.
Ich bin wohl so ziemlich der letzte der aufsteht.
Den Rod Run kann ich wohl vergessen. Ist sowieso besser.
Bin in den letzten Tagen genug gefahren und der Spritpreis in England tut sein übriges.
Beim Frühstück ist es merkwürdig ruhig.
Klemens toastet unser Weißbrot kommentarlos mit dem Grillrost aus dem Backofen auf der Herdplatte.
Irgendwie schaffen wir es dann aber dennoch um kurz vor 11:00 Uhr auf dem Platz zu sein.
Als wir dann hören, dass es u.a. auf die Rennstrecke nach Goodwood geht ( bekannt mit der Oldtimerveranstaltung : FESTIVAL OF SPEED ) fahren wir dann kurz entschlossen doch mit.
Am Ausgangstor von Butlins gibt es dann die Unterlagen.
Zwar alles in Englisch aber doch eigentlich für jeden verständlich.
Zudem kommen noch an fast jedem Kreisverkehr Helfer zum Einsatz die einem zusätzlichen den Weg weisen.
Ein verfahren ist fast unmöglich. Eine sehr gute Organisation.
Zuerst ein wenig irritiert sehen wir das uns etliche Rods entgegen kommen.
Dann aber stellen wir fest, dass das ganze Methode hat.
Ein nettes Spielchen, wir haben viel Spaß, genauso wie der übrige Verkehr oder die netten Spaziergänger.
In England findet man mit Rods scheinbar mehr Zuspruch als bei uns in Deutschland.
Ankunft in Goodwood.
Überall stehen Rods.
Das Wetter ist super Geil.
Fast schon wieder zu warm.
Wir suchen einen schattigen Platz und finden tatsächlich auch einen.
Die Rennstrecke ist im Vergleich zum Nürburgring oder Hockenheim klein.
Allerdings besitzt diese Rennstrecke einen eigenen Sportflughafen.
Wir sehen uns um und begeben uns in Richtung Restaurant.
Dort hat man eine Sicht von oben auf die Start- & Zielgerade und die gegenüber liegenden Boxengasse.
Ein paar Allerwelts-Autos drehen zusammen mit ein paar heißen Escort I & anderen Sportwagen ein paar Runden.
Eigentlich wollte wir etwas trinken, aber auf einmal laufen alle zu Ihren Rods.
“Wir dürfen auf die Strecke“ höre ich jemanden rufen.
Also, alles stehen und liegen lassen und zu den Rods.
Ein Riesen Gewusel vor der Einfahrt.
Alle, aber auch alle wollen auf die Strecke.
Als wir endlich an der Reihe sind müssen wir erst mal in Gegenrichtung fahren um uns dann hinten an zu stellen.
Das sind bestimmt über 100 Rods die hier stehen.
Es dauert noch bis es losgeht, also raus und Bilder machen.
Vor lauter Begeisterung vergesse ich total meine Deckelchen von den Headern zu entfernen.
Schade, wo ich doch sonst keine Gelegenheit auslasse dies zu tun.
Dann starten die ersten Motoren.
Ich haste zurück zu meinem Rod. Kerstin sitzt nicht drin.
Wo ist Sie ?
Dann sehe ich Sie.
Sie hat auch gemerkt das es losgeht und kommt angelaufen.
Die Meute setzt sich langsam in Bewegung.

Der rollende Blumenkübel

Das Ende der zweiten Runde.
Alles zu Ende alles vorbei.
Das war es vorläufig mit dem Spaß.
Ich bin aber nicht ganz unzufrieden.
Habe ich es doch geschafft zumindest auf der gerade einem Hi-Tec Rod Paroli zu bieten.

Mehr allerdings auch nicht.
Bei einem stehendem Start oder schlechter Wegstrecke mutiere ich eher zum rollenden Blumenkübel.
Tja, das sind halt 40 – 50 Jahre unterschied in der Technik.
Die Fahrt nach Butlins lassen wir es dann wieder gemütlich angehen.
Das Wetter ist weiterhin super toll.
Den Rest des Nachmittags verbringen wir wieder in der Sonne vor den Rods auf dem Platz.

Mit dem Kinderwagen in die DISCO !

Abends ist dann wieder Rodder-Party angesagt.
Leider gibt es dort ein wenig Unmut über die Gesetzeslage in England.
In Bars dürfen Kinder unter 18 nach 21:00 Uhr nicht mehr zugegen sein !
Leider sind sehr viele Rodder mit Familie angereist.
Sie verlassen unter lautstarkem Protest die Bar.
Ganz verstehen kann man das ganze allerdings nicht.
In der Disco schräg gegenüber finden wir später kurz vor zwölf nicht nur eine Familie mit mehr oder weniger schlafenden Kleinkindern (!!!) in Kinderwagen.
Die Spinnen die Engländer !!!
Da es in der Disco viel zu laut zum unterhalten war, verbringen wir den Rest dann doch wieder in “JAKS“ Bar.
Es gab viel zu lachen und noch mehr zu trinken.
Die Live-Band spielte Oldies und brachte auch ein gut Stimmung in den Laden.
Irgendein Engländer bezichtigt uns den Tag zuvor zu laut gesungen zu haben.
Wir können uns an nichts erinnern !
Andere meinten mit Ihnen “Bier essen gehen zu müssen“ ( EATING BEER ) !
Ein sehr bekannter deutscher Rodder wird an diesem Abend sogar zum “BEERMONSTER“ während andere auf Knien irgendwelchen häßlichen Engländerinnen auf der Tanzfläche hinterher rutschten !
Ob aus diesem Grund oder einem Inselbezogen natürlichen Drang folgend fingen einige Engländerinnen an wild herum zu grapschen.
Nein, kein Tippfehler. Frauen grapschen in England Männer an !!!
Dabei waren es noch nicht einmal die Mädels mit dem “L“ für Learner um den Hals.
Nicht immer ein Vergnügen.
Auf jeden Fall war es sehr lustig und Kontakte mit Roddern aus aller Herrn Länder fehlten auch nicht.
Es wurden neue Kontakte geknüpft und auch so manche neue Freundschaft geschlossen.
Nur, an diese eklige Brühe von Bier werde ich mich wohl nie gewöhnen !

Königinnen von England

Sonntag 10:00 Uhr.
So richtig schmeckt uns das Frühstück nicht.
Die Augen wollen nicht aufgehen und ein Gespräch kommt auch nicht so richtig in Gang.
Wie gut das wir morgen erst nach Hause fahren und nicht heute.
So um 11:00 Uhr herum sind wir auf dem Platz.
Die Sonne knallt so richtig schön von oben herab das es nur so bruzelt.
Einige Rodder sind schon rot wie ein Krebs im kochenden Wasser.
Die laufen jetzt herum wie Mumien.
Das ist der dritte Tag in Folge ohne eine einzige Wolke !
Ohne Sonnenbrille geht heute bei fast keinem etwas.
Nach der kürzesten ESRA-Sitzung die ich je erlebte gehe ich mit Klemens schwimmen.
Nein, wir haben keinen geheizten Pool.
Wir wollen ins Meer.
So 16° C wird das Wasser schon haben.
Nachdem wir es dann geschafft haben wirklich komplett im Wasser zu sein, schwimmen wir bis zu einer Boje und drehen dann schnell wieder bei.
Klemens meint später dann : “Noch 5 Minuten mehr und wir währen Königinnen geworden ! “

Ausklang

15:00 Uhr Preisverleihung.
Kerstin & ich kommen etwas zu spät weil wir noch etwas essen wollten.
Aber man bediente uns nicht.
Nach Fish & Chips dann waren wir halt was spät dran, aber was soll es.
Ingo kam uns auf dem Weg zum Platz entgegen gelaufen.
Irgendwann hat man uns ausgerufen. Wohl doch was gewonnen.
Unglaublich. Wir haben es dann doch noch geschafft und stolz konnte ich dann noch ein Bild in Empfang nehmen für den Titel “Shaddow of the past “.
Der Tag neigt sich dem Ende zu und wir verbringen zu mehreren den Abend vor unserer Wohnung auf der Wiese.
Es wird gekocht und jeder bringt irgend etwas mit.
Ein paar Schweden gesellen sich eine Zeitlang zu uns und gegen 22:30 gehen wir zu Bett.

Hitzeschlacht

Montag 05:00. Der Wecker geht.
Punkt 06:00 treffen wir auf die anderen am Haupteingang.
Kurzes Palaver und los geht es diesmal über die Autobahn nach Dover.
Eine recht anstrengende Fahrerei durch etliche Kreisverkehre bei Hauptverkehrszeit.
Nichts desto trotz sind wir zügig mit einem Tankstop in Dover.
Auf der Fahrt zur Verladung werden wir plötzlich auf verschiedene Wege gelotst.
Mit drei Rods landen wir in einer Halle.
Drei Beamte stürzen sich auf uns.
Aber alles halb so schlimm.
Keine Zollkontrolle bei der wir unsere Fahrzeuge ausladen müssen, sondern nur ein SECURITY CHECK.
5 Minuten später sind wir wieder bei den anderen.
Wieder in Frankreich heißt es erst mal eine Tankstelle suchen.
Da wir die Führung haben fahren wir die erste Abfahrt nach Calais hinein ab.
An einem Supermarkt finden wir eine kleine Tankstelle und belagern Sie.
Langsam merken wir das es ein heißer Tag wird.
Der heißeste von den letzten vier.
Ab hier beginnen unsere Probleme.
Zunächst muß Kerstin dringend auf die Toilette.
Dabei vergißt Sie, das Sie das Geld dabei hat.
Ich stehe also an der Tanke und kann nicht bezahlen.
Hinter mir ein Stau und ungehaltene Franzosen.
Dann schaltet Guido seinen Motor ab und bekommt ihn nicht mehr an.
Zunächst sieht es so aus als ob der Anlasser nicht mehr funktioniert.
Dann stellen wir fest, dass er sich mit dem Zahnkranz verkeilt hat und somit auch die Kurbelwelle blockiert.

Technik Teufel

Guido kochte vor Wut und wollte seinen Rod schon wieder verschenken.
Mit dem bißchen Trickserei schaffen wir es aber nach ein paar Minuten alles wieder gängig zu bekommen.
Zugig geht es Richtung Brüssel und wir schaffen es vor der Hauptverkehrszeit den Brüsseler Ring zu durchfahren.
Kurz danach überholt mich Peter G. schwarz qualmend und biegt mit letzter Kraft auf eine Raststätte ab.
Die Temperaturen liegen mittlerweile weit über 30° C.
Selbst während der Fahrt klettert nun meine Wassertemperaturanzeige in Richtung 100° C.
Kerstins Kopf gleicht mehr einer Tomate als irgend etwas anderem.
Unsere Rücken und Sitzflächen sind pitschnaß.
Wir nutzten den außerplanmäßigen Stop wieder mal zum tanken und um was Flüssigkeit zu uns zu nehmen, bevor wir bei Peter schauen was anliegt.
Wilde Diskussionen begleiten die Bemühungen von Ingo & Co. dem Motor wieder zu normalen Leistungen zu verhelfen.
Nachdem die Vergaserzüge & Klappen, Zündung und Leitungen kontrolliert wurden, montierten wir die Haube ab und entfernten den Luftfilter.
Weiter brauchten wir gar nicht zu suchen.
Der Motor lief wieder einwandfrei.
Grund : Peter war der Meinung das ein Luftfilter doch noch nicht nach 7 Jahren getauscht werden müßte !
Er war Pechschwarz und vom Motorunterdruck schon nach innen gesaugt worden bis der Motor keine Luft mehr bekam und somit auch keine Leistung mehr bringen konnte.
Pfui Peter G.!
Wann hast Du Geburtstag, dann schenken wir Dir einen neuen.
Ein paar Löcher herein geschnitten und weiter ging es ohne Probleme Richtung Aachen/Köln.

Auflösungserscheinungen

Kurz vor Köln erwischte es dann den anderen Peter.
Während eines weiteren Tankstops klagte Peter H. über eine zu hohe Kühlwasser Temperatur.

Grund war ein Release das nicht mehr schalten wollte.
Ein bißchen basteln und wir hatten den Lüfter überbrückt.
Axel, Ingo & Klemens setzte sich derweil ab Deutschland ab um schneller zu Hause zu sein.
Ingo hatte zudem ab Gießen noch ca. 4 weitere Stunden bis nach Tübingen vor sich.
Der Rest der Reise verlief ohne weitere Zwischenfälle. Die Hitze des Tages ebbte langsam ab, als wir gegen 19:00 Uhr zu Hause ankamen.
Wir waren erschöpft aber auch sehr zufrieden.
Eine Dusche und danach ein leckeres Essen mit einigen Glas Kölsch rundeten die Tage ab.
Die Kameradschaft und Hilfsbereitschaft war hervorragend.
Wir hatten sehr viel Spaß zusammen und haben uns auch sonst sehr gut verstanden.
Jederzeit gerne wieder mit euch, wie weit der Weg auch ist.
Vielleicht nächstes Jahr noch mal nach Schweden zu den Nats ?
Aber auf jeden Fall zu den ESRA-Nats nach Belgien.

Und wer weiß, vielleicht werden wir dann ja noch ein paar mehr Rodder sein ?

Mr Z / G.S.R.A. #50

Juni 2001

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