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Ende September ist es meistens soweit: die ersten nasskalten Tage lassen Scheiben und Spiegel beschlagen und man ahnt, dass es in den folgenden Wochen und Monaten nicht besser wird. Während das geliebte und gepflegte Fahrzeug jetzt bequemen Zeiten entgegen sieht, stehen für den Besitzer unruhige Tage an. Was fährt man denn nun den Winter über? Sicher, es gibt den öffentlichen Personennah- und Fernverkehr, es gibt Mietwagen und Carsharing. Doch für den regelmäßigen Wochenendeinkauf mit Wasserkisten und Holz für den Kaminofen sind das ebenso wenig die richtigen Angebote, wie für den spontanen Ausflug in die verkehrsmäßig unerschlossene Provinz.
An das Winterauto werden in der Regel geringe Anforderungen gestellt: nicht zu teuer darf es in Anschaffung wie Unterhalt sein, dazu mindestens ein halbes Jahr TÜV und funktionale Halbwertzeit - fertig ist die Laube. Um derlei Rostlauben konkurrieren allerdings im Herbst neben den Old- und Youngtimerfahrern auch viele Motorradler und Cabriobesitzer. Um mich nicht mit allen um die billigen Polos, Astras und Mondeos balgen zu müssen, habe ich durchaus schon mal erwogen, zum Winter eines der dann billiger werdenden Cabrios zu erwerben. Allerdings ohne großen Erfolg, sieht man mal von der letztjährigen Fast-Ersteigerung eines Chrysler le Baron ab. Aber dieser Krug ist um fünf Euro an mir vorübergegangen.
Also 'Augen zu und durch', Mobile, Autoscout und eBay gescannt - um nach zwei Wochen den deutlichen Wunsch zu verspüren, im nächsten Smart-Center einen Leasing-Vertrag abzuschließen. Da das aber kaum die Grundanforderung 'billig' erfüllt, wird schließlich mit dem Mut der Verzweiflung der zwanzigste Golf aus dem eBay-Sortiment geschossen. Den abzuholen ist eine kleine Weltreise - dann vor ihm zu stehen bzw. mit ihm zu fahren, eine Prüfung der besonderen Art.







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