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Morris J2? Nie gehört. Doch dunkel errinnerte ich mich an ein uraltes Matchbox-Auto, welches noch irgendwo in meinem alten Sandkasten verbuttelt sein müsste. So ein Fahrzeug gab es tatsächlich in echt?!?
Die Artikelbeschreibung sprach von einem Scheunenfund aus Dänemark, der seit 30 Jahren abgemeldet in einer Scheune stand und es nun in die holsteinische Tiefebene geschafft hatte. Der aktuelle Preis lag bei ein paar Euros - eine Sofortkaufmöglichkeit im Gegenwert eines verschlissenen VW Käfers wurde auch gegeben. "Guck mal.." offerierte ich das Fahrzeug unter meinen ebenfalls automobilfanatischen Arbeitskollegen. "Och geil, mensch, kauf den doch bevor es ein anderer tut..."
Wieso eigentlich nicht. Immerhin weiß man doch, daß man nie ein Auto kaufen soll, wenn man kein Geld, keinen Platz und keine Ahnung hat. Erst recht nicht, wenn man selbst nicht weis, worauf man sich einlässt, das Fahrzeug aus England stammt und zudem noch über eine Lucas-Bordelektrik verfügut. Nein soetwas macht man nicht.
Anderseits verglich ich das Fahrzeug mit anderen Pick-Ups aus jener Zeit. Einen VW-Bulli aus dem gleichen Baujahr Anfang der 60er Jahre kann man heutzutage kaum noch bezahlen und sämtliche anderen Lieferwagen der anderen Fabrikate waren schon in den 70er Jahren dem Wertstoffkreislauf zugefügt worden. Und mit seiner Linkslenkung dürfte es wahrscheinlich um den weltweit einzigen Pick-Up dieser Art handeln. Warum eigentlich nicht.
So kam es, daß ich mich hals über Kopf in dieses häßliche Etwas verliebte und wenige Sekunden vor Ablauf ein Maximalgebot abgab. Drei - Zwei - Eins. Sollte ich mich jetzt freuen oder weinen. Den Zuschlag bekam natürlich ich. Ein kurzes Telefongespräch bestätigte die gleiche Wellenlänge zwischen mir und dem Verkäufer und für die kommenden Wochenenden wurde ein Abholtermin vereinbart.




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